Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Flurneuordnung in Lanzenberg – "Nutzung und Naturschutz können Hand in Hand gehen“

Jennifer Wiesmüller, 22.04.2026 15:54

PERG. In Summe 15 Jäger und Grundbesitzer pflanzten in der Ortschaft Lanzenberg in Perg rund 300 Bäume und Sträucher. Die Aktion verbindet die Neuordnung landwirtschaftlicher Flächen mit gezielter Hege: Neben einer effizienteren Bewirtschaftung entstehen neue Lebensräume für Wildtiere, Vögel und Insekten.

In der Ortschaft Lanzenberg in Perg wurden rund 300 Bäume und Sträucher gepflanzt. (Foto: privat)
  1 / 3   In der Ortschaft Lanzenberg in Perg wurden rund 300 Bäume und Sträucher gepflanzt. (Foto: privat)

Die Pflanzaktion ist Teil eines umfassenden Projekts zur Grundzusammenlegung, bei dem Grundstücke neu eingeteilt und erschlossen werden. Ziel der Maßnahmen ist es, die land- und forstwirtschaftlichen Flächen neu zu strukturieren, die Bewirtschaftung zu erleichtern und gleichzeitig ökologische Ausgleichsflächen zu schaffen.

Neben der Neuordnung der Flächen wurde auch ein neuer Wirtschaftsweg errichtet, um die Erreichbarkeit der Grundstücke zu verbessern und den Arbeitsaufwand für die Bewirtschafter zu reduzieren.

Rückzugsräume für Wildtiere, Vögel und Insekten

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Anlage von Heckenstrukturen. Gepflanzt wurden unter anderem Feldahorn, Hartriegel, Heckenkirsche, Pfaffenkäppchen, Schlehdorn und Traubeneiche. Die Gehölzstrukturen sollen künftig als Rückzugsräume für Wildtiere, Vögel und Insekten dienen und so zur Erhöhung der Biodiversität beitragen. In einem weiteren Schritt werden Ende April Magerwiesen angelegt, um die Lebensräume der Tiere zu vernetzen und weitere Rückzugsgebiete zu schaffen.

„Das ist gelebte Hege“

Aus der Jägerschaft wird die Maßnahme positiv bewertet: „Jagd bedeutet Verantwortung für den Lebensraum“, sagt Martin Baumgartner Grundbesitzer und Jäger. „Mit solchen Pflanzungen schaffen wir Strukturen, die Wildtieren Schutz und Nahrung bieten – das ist gelebte Hege.“ Thomas Oskar als Grundbesitzer ergänzt: „Die Verbindung von moderner Landwirtschaft und ökologischen Maßnahmen zeigt, dass Nutzung und Naturschutz Hand in Hand gehen können.“

Begleitet wurde das Projekt von der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes Oberösterreich. „Die enge Zusammenarbeit mit den Beteiligten vor Ort ist entscheidend für den Erfolg solcher Maßnahmen“, heißt es aus der zuständigen Fachabteilung und dem Büro von Landesrätin Michaela Langer-Weninger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden