Länderübergreifende Großübung auf der Donau forderte rund 400 Einsatzkräfte
BEZIRK PERG. Ein brennendes Passagierschiff mit rund 200 Menschen an Bord bildete am Sonntag das Szenario für die Großübung „TRITON26“ auf der Donau im Gemeindegebiet von Naarn. Rund 400 Einsatzkräfte aus Oberösterreich und Niederösterreich trainierten dabei länderübergreifend gemeinsam den Ernstfall.

Beteiligt waren mehrere Feuerwehren, das Oö. Rote Kreuz, die Wasserpolizei und die Schifffahrtsaufsicht. Auch Feuerwehren aus dem Bezirk Amstetten in Niederösterreich nahmen teil. Die Übung wurde vom Bezirksfeuerwehrkommando (Bfkdo) Perg langfristig vorbereitet. Bas Bfkdo erklärte, dass die Planungen bereits vor sechs Jahren begonnen hätten. Besonders schwierig sei es gewesen, ein geeignetes Passagierschiff für das Übungsszenario zu finden.
Verletzte mussten vom Schiff gebracht werden
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie bei einem größeren Zwischenfall auf einem Passagierschiff möglichst rasch und koordiniert geholfen werden kann. Während die Feuerwehr den Brand bekämpfte und die Evakuierung übernahm, kümmerte sich das Rote Kreuz um die medizinische Versorgung.
Die Verletzten mussten vom Schiff an Land gebracht, dort gesichtet und anschließend weiter versorgt werden. Auch der Rettungshubschrauber war Teil der Übung. Zusätzlich betreuten Kriseninterventionsteams Betroffene und Angehörige.
Für möglichst realistische Bedingungen sorgten rund 200 Statisten. Verletzungen und Krankheitsbilder wurden entsprechend dargestellt und geschminkt.
Auswertung der Übung
„Im Ernstfall zählt jede Minute – und eine Großschadenslage bewältigt keine Einsatzorganisation allein. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Organisationen ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen und als eingespieltes System funktionieren. Genau das trainieren wir bei TRITON26“, betont Landesrettungskommandant Reinhard Schmidt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen aus Oberösterreich und Niederösterreich. Gerade bei einem größeren Ereignis auf der Donau kann rasche Hilfe über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg notwendig werden.
Die Erfahrungen aus dem Übungstag sollen nun ausgewertet und für künftige Einsätze sowie für die Aus- und Weiterbildung genutzt werden.








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