Jäger im Bezirk Perg übernehmen vielfältige Aufgaben
PERG. Die Jäger im Bezirk Perg bieten regionales Wildbret an, kümmern sich um Lebensräume und helfen bei der Vermeidung von Wildunfällen. Bezirksjägermeister Franz Hanl gibt Einblick in diese Aufgaben. Im Herbst ist auf den Straßen besondere Aufmerksamkeit gefragt.

Reh, Hase und Fasan leben in freier Wildbahn. Sie ernähren sich natürlich und bewegen sich in ihrem angestammten Lebensraum. Ihr Fleisch ist fettarm und reich an hochwertigem Eiweiß. Es liefert zudem Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren.
„Immer mehr Menschen möchten wissen, woher ihre Lebensmittel kommen. Wildbret erfüllt den Wunsch nach Regionalität, Natürlichkeit und nachhaltiger Herkunft in besonderer Weise“, betont Bezirksjägermeister Franz Hanl.
Viele Jäger im Bezirk Perg bieten küchenfertiges Wildbret direkt vor Ort an. Teilweise gibt es auch Wildwürste, Wildschinken oder Wildsalami. Der direkte Einkauf ermöglicht kurze Transportwege. Die Herkunft des Fleisches ist nachvollziehbar, die Wertschöpfung bleibt in der Region. Wildbret lässt sich auf unterschiedliche Weise in der heimischen Küche zubereiten.
Im Herbst auf Wildwechsel achten
Mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Gefahr von Wildunfällen. Rehe und andere Wildtiere sind vor allem in den Morgen- und Abendstunden aktiv. Dann sind auch viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause.
Die herbstliche Ernte verstärkt den Wildwechsel. Nach dem Abernten der Maisfelder fehlen den Tieren wichtige Rückzugsräume. Auf der Suche nach neuer Deckung überqueren sie häufiger Straßen.
Die Jägerschaft ruft deshalb dazu auf, entlang von Waldrändern und Feldern besonders aufmerksam zu fahren. Autofahrer sollten ihre Geschwindigkeit anpassen. Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, gilt es, kontrolliert abzubremsen, abzublenden und bei Bedarf kurz zu hupen. Riskante Ausweichmanöver sind zu vermeiden. Oft folgen einem Wildtier weitere.
Nach einem Zusammenstoß muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei verständigt werden. Das gilt auch, wenn das verletzte Tier flüchtet. Die zuständigen Jäger übernehmen anschließend die Nachsuche. Zur Unfallprävention betreuen und warten sie außerdem Wildwarnreflektoren an gefährdeten Straßenabschnitten.
Rückzugsorte für heimische Tiere
Auch die Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen gehört zu den Aufgaben der Jäger. Im Bezirk Perg arbeiten sie dabei mit der Landwirtschaft zusammen. Sie pflanzen und pflegen Hecken, legen Wildwiesen und Wildäcker an und schaffen Feuchtbiotope. So entstehen Nahrungsflächen und Rückzugsorte.
Hecken bieten Rehen, Feldhasen, Fasanen und Rebhühnern Deckung. Sie schützen vor Wind und Bodenerosion. Gleichzeitig sind sie Lebensraum für Singvögel, Insekten und weitere Tierarten. Zudem verbinden sie unterschiedliche Lebensräume miteinander.
„Die nachhaltige Nutzung und die Erhaltung unserer Wildbestände gehören untrennbar zusammen“, unterstreicht Bezirksjägermeister Franz Hanl.








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