Studienreise aus Mauthausen führte nach Theresienstadt
MAUTHAUSEN. Die diesjährige Studienreise der perspektive mauthausen führte am letzten Oktoberwochenende nach Theresienstadt, Lidice und Prag. Die Teilnehmer besuchten Gedenkstätten und befassten sich auch mit deren Verbindung zu Mauthausen.

In Theresienstadt besichtigte die Gruppe das von den Nationalsozialisten errichtete Ghetto. Dort waren von November 1941 bis zum 9. Mai 1945 mehr als 140.000 Juden gefangen. Nur wenige überlebten. Der Großteil starb im Ghetto oder wurde in Auschwitz ermordet.
Verbindung zu Mauthausen
In Prag verübten Widerstandskämpfer im Mai 1942 ein Attentat auf den NS-Reichsprotektor Heydrich. Die Beteiligten wurden in ihrem Zufluchtsort, der Kirche St. Cyrill, getötet. Ihre Angehörigen wurden nach Mauthausen deportiert und in der Gaskammer ermordet.
Die Teilnehmer sahen sich darin bestärkt, dass es angesichts von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus eine internationale Zusammenarbeit und eine aktive Gedenkkultur braucht. Der Vorsitzende der perspektive mauthausen, Walter Hofstätter, und die mitgereiste Nationalrätin Sabine Schatz sind sich einig: „Wir müssen aus der Geschichte lernen, wir wollen nicht, dass sich diese Schreckenszeit wiederholt.“
Für den 2. Februar des nächsten Jahres ist außerdem eine Kultur- und Gedenkveranstaltung zur Mühlviertler Menschenhatz angekündigt. Die Schauspielerin Stefanie Reinsperger hat ihr Kommen zugesagt.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden