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PERG. Passend zur Jahreszeit beginnt am Aschermittwoch wie jedes Jahr die sechswöchige Fastenzeit. Viele Menschen nutzen die Fastenzeit, um die letzten überschüssigen Kilos aus der Weihnachtszeit endgültig wieder loszuwerden.

Mit Aschermittwoch endet der Fasching und die Fastenzeit beginnt. Foto: Mai
Mit Aschermittwoch endet der Fasching und die Fastenzeit beginnt. Foto: Mai

Das Wort Fasten kommt aus dem mittelhochdeutschen Wort „vasten“ und bedeutet im Gotischen „halten, beobachten, bewachen“. Fasten ist nicht zu verwechseln mit Diät. Es versteht sich viel mehr als religiös begründete freiwillige Nahrungsenthaltung, um sich seelisch wie körperlich zu reinigen und Ballast abzuwerfen und sich dabei auf das Wesentliche zu besinnen.

40-tägiger Verzicht

Nachdem es viele im Fasching nochmal richtig krachen lassen, ist die Fastenzeit die richtige Zeit, um sich im Verzicht zu üben. Die Fastenzeit ist längst nicht mehr vom Verzicht auf Fleisch geprägt, sondern viele Menschen nutzen diese Phase für ein bewussteres und einfacheres Leben. Viele verzichten während dieser Zeit auf Süßigkeiten, Kaffee, Alkohol oder Nikotin. Mittlerweile wird auch immer öfter auf den Fernseher, das Internet oder gar das Handy verzichtet. In einer Broschüre zur Fastenzeit ermuntert die Kirche zur umweltfreundlicheren Mobilität. Man sollte auf das Fahrrad umsteigen, die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen oder wenn möglich Fahrgemeinschaften bilden.

Tipps um Kilos zu verlieren

Wenn man aber ganz traditionell Fasten möchte, dann hat die Diätologin Elisabeth Kranzl vom Theraphie Team Perg hilfreiche Tipps, wie man in der kommenden Fastenzeit ein paar überschüssige Kilos verlieren kann und in Folge keinen Jojo-Effekt erlebt. Um Kilos zu verlieren, ist es sinnvoll, auf kalorienreiche Lebensmittel zu verzichten. Man muss klarerweise Kalorien einsparen, um Gewicht reduzieren zu können. Auf Lebensmittel wie fettreiche Speisen, Knabbereien, Mehlspeisen, Süßigkeiten, Säfte und Alkohol sollte man verzichten, um einen Erfolg nach den 40 Tagen auf der Waage verzeichnen zu können. Wie viel man durch den Verzicht solcher Lebensmittel abnimmt, ist variabel und vom Ernährungsverhalten der jeweiligen Person abhängig. „Es kommt darauf an, wie viel ich davon konsumiere. Wenn ich täglich Alkohol trinke oder Süßigkeiten esse wird der Effekt größer sein, als wenn ich zum Beispiel nur einmal pro Woche etwas davon konsumiere“, so die Diätologin.

Vermeidung des Jojo-Effekts

Um einen Jojo-Effekt zu vermeiden, ist der gänzliche Nahrungsverzicht nicht zu empfehlen. Denn dadurch wird der Körper auf ein Sparprogram programmiert und er weiß, er muss ohne Nahrung funktionieren und stellt daher auf Sparflamme im Verbrennungsprozess. Das macht eine Gewichtszunahme nach der Fastenzeit sehr wahrscheinlich. Der Körper ist daran gewohnt, mit wenig bis keiner Nahrung und in Folge auch ohne Energie zu funktionieren. Weiters wird dabei wertvolle Muskelmasse abgebaut und nicht zu unterschätzen ist auch die Möglichkeit von Mangelerscheinungen. Somit sollte man, um einen Jojo-Effekt nach der Fastenzeit vorzubeugen, bereit für eine dauerhafte Ernährungsumstellung sein, verbunden mit regelmäßiger Bewegung. Zielführender sind kleinere Vorsätze und Verzichte und diese dann im Anschluss an die Fastenzeit auch weiterhin fortzuführen.

Vorsätze

Der Trick um die 40 Tage durchzuhalten, ist relativ leicht umzusetzen und wird auch bei dem Einen oder Anderen Freude auslösen. „Je kleiner die Einschränkung ist, desto länger werde ich durchhalten. Wichtig ist, sich realistische Ziele zu setzen, und nur einen Vorsatz zu nehmen“, so Elisabeth Kranzl.


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