Perger Border Collie für Weltmeisterschaft qualifiziert
PERG. Im vergangenen Jahr ging der WM-Titel leider nicht an Sophie Rosenberger und ihr Team, den Shelti Light und die Border-Collie-Dame Livi. Heuer qualifizierten sie sich erneut und das nicht nur für die Agility-Weltmeisterschaft in Belgien, sondern auch für die Europameisterschaft in Großbritannien.

Ihre Augen strahlten, als sie nach einer Verletzung endlich wieder trainieren durfte. Zwei Wochen musste Livi einer Pfotenverletzung wegen pausieren. Danach holte sie sich gemeinsam mit Sophie Rosenberger gleich den ersten Platz der österreichischen Agility-Staatsmeisterschaften – und das ohne viel Training. Für den WM-Titel reichte es aber noch nicht. „Zu viele Fehler“, begründet Rosenberger, die sich auch heuer wieder für die EM und die WM sowohl in der Kategorie „Small“ mit Light als auch in der Kategorie „Large“ mit Livi qualifizierte.
Wettbewerbe seien „ihr Ding“, sagt sie. „Schon als kleines Kind haben mich Wettbewerbe angespornt“, sei es bei Tischtennis, Turnen oder eben beim Agility. Mit vierzehn besuchte Rosenberger das erste Mal ein Agility-Turnier, damals noch als Zuschauerin. „Ich war sofort fasziniert. Diese Schnelligkeit und Perfektion der Hunde beim Slalom“, schwärmt die jetzt 22-jährige Pergerin. Die damalige Hündin, ein Border Collie aus der Showlinie, war zwar für diese Art Hundesport nicht geeignet, „sie war eher eine gemütliche Dame“, lacht dazu Rosenberger, doch die Tochter Zoe wurde zur Sportskanone. Gemeinsam lernten sie in Kursen, was Rosenberger dann ihren beiden nächsten Hunden, Light und Livi, selbst beibrachte.
Verlieren als Ansporn
„Wenn ich meine Hunde selbst trainiere, kann ich noch viel mehr ins Detail gehen“, erklärt die junge Hundesportlerin und erzählt dann lachend, dass es oft aber die Hunde seien, die sie korrigierten. Vor allem Light wisse sofort, wenn etwas nicht so laufe wie gedacht, und wenn Rosenberger etwa beim Slalom in der falschen Position steht, dann wird sie von dem fünfjährigen Shelti gleich zurechtgewiesen. Dass es im vergangenen Jahr mit dem WM-Titel nicht geklappt habe, sei nicht schlimm. Das Trio nahm die Niederlage zum Anlass, sich weiterzuentwickeln, denn auch Verlieren ist für Rosenberger und ihre Hunde Ansporn. Es gehe nicht nur ums Gewinnen, sondern vor allem darum, „zu schauen, ob es das nächste Mal gelingt“. Ob sie guter Dinge ist? „Ja“, bekräftigt Rosenberger, „wir sind jetzt als Team sehr zusammengewachsen und ich freue mich darauf, sowohl in Belgien als auch in Großbritannien zu zeigen, was wir können.“ Großzügige Unterstützung erhielt das Trio übrigens nicht nur von Franz Gonaus, dank dessen Austropet-Futter-Sponsoring „meine Hunde bestmöglich versorgt sind“, und Karsten Lehmann, der mit den Spielzeugen von Cope Dog Goods für die perfekte Belohnung sorgte, sondern auch durch Theresa Kragl, die dem Team ihren Reitplatz für das Training im Sand zur Verfügung stellte.
Die EM findet von Donnerstag, 1. bis Sonntag, 4. August in Southam (GB) statt und die Weltmeisterschaft von Dienstag, 1. bis Sonntag, 6. Oktober 2024 in Opglabbeek (Belgien).


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