Wenn Kinder anfangen, sich Sorgen zu machen
PERG. Wenn Kinder das Thema Wohnen im Alter ansprechen, schwingt oft die Angst vor Bevormundung mit. Doch Immobilienexperte Christian Knoll weiß: Meist steckt hinter diesen Fragen der schlichte Wunsch nach Sicherheit. Er zeigt auf, wie aus einem vorsichtigen Gespräch eine gemeinsame Chance für mehr Lebensqualität entstehen kann.

Viele Gespräche über Wohnen im Alter beginnen nicht bei den Eltern, sondern bei den Kindern. Irgendwann stellen sie fest, dass ihre Eltern allein im großen Haus wohnen. Dass der Garten viel Arbeit macht. Dass Wege schwieriger werden und der Alltag nicht mehr ganz so leicht fällt wie früher. Dann fallen vorsichtige Sätze wie: „Geht es dir eigentlich noch gut hier?“ Für Eltern kann das zunächst unangenehm sein.
Keine Kritik, sondern Sorge
Niemand möchte das Gefühl haben, anderen zur Last zu fallen oder bevormundet zu werden. Viele reagieren deshalb zurückhaltend oder weichen solchen Gesprächen zunächst aus. Doch hinter diesen Fragen steckt selten Kritik. Meist steckt Sorge dahinter. Kinder wünschen sich vor allem eines: Sicherheit für ihre Eltern. Dass sie gut leben, gut versorgt sind und sich im Alltag nicht überfordern müssen.
Potential für Lösungen
Interessanterweise entstehen in solchen Gesprächen oft sehr gute Lösungen, wenn beide Seiten offen darüber sprechen und einander zuhören. Wohnen im Alter betrifft selten nur eine Person. Es betrifft immer auch die Menschen, die einem nahe stehen – und die sich wünschen, dass alles gut bleibt und sich niemand unnötig Sorgen machen muss. Dieses Gespräch ist oft der erste Schritt in eine gute Richtung.



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