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BEZIRK. Nach einer umfassenden Planungsphase für einen 100-jährlichen Hochwasserschutz im gesamten Projektgebiet soll im Herbst – analog dem Schutzziel des Machlanddammes – mit dem Bau des 10-Punkte-Programmes Aistdamm begonnen werden.

Foto: BFK Perg/Riegler
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„Wir sind beim Hochwasser 2013 noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Es hat sich jedoch klar gezeigt, dass beim Aistdamm akuter Handlungsbedarf besteht. Wie schon bei der Realisierung des Jahrhundertbauwerkes Machland-Damm werden wir wieder gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Menschen schnellstmöglich vor Hochwasser schützen zu können“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Mit dem 10-Punkte-Programm kann die Schwertberger, Naarner und Mauthausener Bevölkerung bald aufatmen.

Im Jahr 1966 wurde im Zuge der Errichtung des Kraftwerks Wallsee-Mitterkirchen auch der Mündungsbereich der Aist umgestaltet und dessen Ufer durch einen Rückstaudamm gesichert. Nach dem Hochwasser 2002, bei dem der Damm gebrochen war und eine Überflutung von Haid zur Folge hatte, wurde der Aistdamm wieder entsprechend repariert. Er erfüllte weiterhin seine Hochwasserschutzaufgaben, bis zum Hochwasser 2013, bei dem er den Wassermassen gerade noch Stand hielt. Aufgrund aufgetretener Undichtheiten im Damm waren aber bereits umfangreiche Dammverteidigungsmaßnahmen erforderlich. Stellenweise war auch ein verstärkter Austritt von Qualm- und Sickerwasser im Bereich der Dammanlage zu beobachten.

Planung mit Bürgerbeteiligung

Bereits knapp ein Monat nach dem Hochwasserereignis 2013 wurde daher mit Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, Landesrat Rudi Anschober, Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer und Geschäftsführer Michael Amerer von der Verbund Hydro Power GmbH auf der Bezirkshauptmannschaft die gemeinsame Sanierung der Hochwasserschutzanlage Aist beschlossen.Transparenz, Information und Diskussion mit allen Beteiligten wurden groß geschrieben. Durch zahlreiche Planungsrunden, öffentliche Infoveranstaltungen, Diskussionsrunden und Lokalaugenscheine wurde die Bevölkerung miteingebunden. Schlussendlich wurde das Hochwasserschutzprojekt unter dem Motto „Gemeinsam mit den Menschen und den Einsatzorganisationen planen und bauen wir für die Menschen einen besseren Hochwasserschutz an der Aist“ geplant. Eine wesentliche Rolle im Planungsteam hat auch der Gewässerbezirk Linz übernommen.

Das von einer Arbeitsgruppe aufgestellte Maßnahmenpaket umfasst zehn Punkte, wodurch die Anlage saniert und erhöht wird und um einen Schutz für Aisting und Furth erweitert wird. Eine zusätzliche Aufwertung kommt durch den Einbau von Flachwasserzonen. Gestartet wird im September mit dem Abriss und Neubau der Brücke Sebern. Danach werden die Sanierung und der Neubau des Dammes umgesetzt.

Die restlichen Arbeiten sollen bis Ende 2016 fertiggestellt sein. Derzeit geschätzte Gesamtkosten: 11,4 Millionen Euro.


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