Grüne erobern den Bezirk vom Westen aus
BEZIRK. Die Grünen kandidieren im Bezirk erstmals in sieben Gemeinden. Insgesamt 112 Kandidaten stellen sich zur Verfügung und wollen in ihrer Gemeinde etwas bewegen. Im Tips-Gespräch verrät Bezirkssprecherin Martina Eigner ihre Hoffnungen.

Bisher gab es Grünen-Ortsgruppen in Mauthausen, Ried, Schwertberg und Katsdorf. Dazugekommen sind nun Perg, Luftenberg und St. Georgen an der Gusen. In drei Gemeinden werden die Grünen auch einen Bürgermeisterkandidaten stellen: In Mauthausen wird Hans Hinterplattner ins Rennen gehen, in Schwertberg Hubert Maier und in Katsdorf Eigners Kollegin Dagmar Engl.
Größter Hoffnungsort ist St. Georgen an der Gusen
„Es geht in diesen Gemeinden darum, ein Zeichen zu setzen, dass man eine Alternative anbietet für all jene, die jemanden anderen nicht wählen wollen“, so Eigner. In den Orten, in denen sich die Grünen neu gegründet haben, wurde zwar über eine Kandidatur diskutiert, man ließ es aber dann doch gut sein. „Was wir uns wünschen im Bezirk, ist ein kontinuierliches Wachstum, die Ortsgruppen müssen ja auch stabil sein. In Perg, Luftenberg und St. Georgen an der Gusen ist der Einzug in den Gemeinderat der erste Schritt, alles weitere dann bei den nächsten Wahlen.“„Es geht nicht um das Rittern um Prozentpunkte, sondern um Inhalte.“MARTINA EIGNER
Als größte Hoffnungsgemeinde steht für Eigner St. Georgen an der Gusen fest. Dass sich hier 33 Kandidaten gefunden haben, macht sie besonders stolz. „Wir werden den Bezirk vom Westen aus erobern“, lacht Eigner. Wie das Ergebnis in den Gemeinden aussehen könnte, will sie nicht voraussagen. „Ich bin kein Wettbewerbstyp und es geht auch nicht um das Rittern um Prozentpunkte, sondern um Inhalte.“
Diese seien natürlich der Ausbau erneuerbarer Energien und des öffentlichen Verkehrs. In Katsdorf will man sich auch für ein wirklich durchdachtes Konzept für die Nachnutzung der Landwirtschaftsschule einsetzen. „Das ist uns wichtig, dass es nicht um Einzellösungen geht, sondern um den Blick auf das Ganze.“
Viele Grüne hätten ganz tolle Ideen, werden aber nicht gehört. Deshalb sei es auch wichtig, die absoluten Mehrheiten zu brechen. „Wenn es eine absolute Mehrheit gibt, dann können die tun und lassen, was sie wollen.“ Von den sieben Gemeinden, in denen die Grünen nun antreten, ist das in sechs der Fall.
56 Frauen, 56 Männer
Hervorheben will Eigner auch, dass im Bezirk genau so viele Männer wie Frauen kandidieren. Zwar ist das Verhältnis nicht in jedem Ort ausgeglichen, aber dafür gibt es auch in manchen Gemeinden auch mehr Frauen. Ein Zeichen, dass die Grünen-Politik deutlich weiblicher ist als die der anderen Parteien.?


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