"Barrierefreiheit endet nicht in Gebäuden und an Straßen“
PERG. Seit Jahren arbeitet Perg intensiv daran, einschränkende Elemente, seien sie auch noch so klein, in der Stadt zu beseitigen. Mit einer Arbeitsgruppe setzt die Stadt auch auf die Sensibilisierung der Bevölkerung ab der Kindheit.

„Behinderung ist nicht gleich Behinderung. Es gibt sie in vielen verschiedenen Facetten und man kann sie nicht immer gleich erkennen“, so Johann Enzendorfer, der seit 2008 die Arbeitsgruppe „Behindertengerechte Stadtgemeinde Perg“ leitet. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um die Straßen und Gebäude in der Stadt hinsichtlich Barrierefreiheit zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge auszuarbeiten. „Wir haben dadurch sehr viel gelernt. Wenn wir z. B. das Stadtbild mit Blumentöpfen aufhübschen, dann kann das auch für jemanden eine Hürde sein. In vielen Fällen sind es Kleinigkeiten. Es ist ein permanenter Prozess, der nie ein Ende hat“, sagt Bürgermeister Anton Froschauer. In Summe wurden aber in den vergangenen Jahren eine Fülle an Maßnahmen gesetzt, angefangen von Rollstuhlrampen über die Nievauangleichung von Gehsteigen an die Straße uvm.Barrierefreiheit auch im Internet gefordert
„Im Parlament werden immer wieder Gesetze gegen etwaige Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen beschlossen“, stellt Bundesratspräsident Gottfried Kneifel fest, „deshalb ist es wichtig, die Umsetzung und Wirksamkeit dieser Gesetze zu begleiten und zu kontrollieren. Es ist spannend zu sehen, dass man oft auch mit wenig Kosten viel erreichen kann.“ Enzendorfer macht bei dieser Gelegenheit auch darauf aufmerksam, dass Barrierefreiheit nicht an Gebäuden und Straßen endet, sondern auch im Internet zugegen sei. Zahlreiche Infos von Websites kann der Sehbehinderte mit seinem Vorleseprogramm aber leider nicht konsumieren.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden