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Leserartikel Margarete Frühwirth, 27.01.2019 12:25

PERG. Fairness und Respekt waren vorrangige Themen am Bezirksjägertag am Samstag, 26. Jänner in der Turnhalle Perg.

BJM Ulf Krückl
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Einem möglichen Spannungsverhältnis durch unterschiedliche Interessen zwischen Jagd und Forstwirtschaft sei nur durch ein Miteinander aller Beteiligten, in erster Linie Grundbesitzer und Jäger, konstruktiv zu begegnen – das unterstrichen BBK-Obfrau Rosemarie Ferstl, Bundesrat Bürgermeister Anton Froschauer, Landesjägermeister Sepp Brandmayr, Landesjägermeister-Stellvertreter Herbert Sieghartsleitner, LHStv. Manfred Hainbuchner und Landtagspräsident Viktor Sigl in ihren Ausführungen. Bezirkshauptmann Werner Kreisl verwies auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Behörde im Bezirk. Er nutzte die Gelegenheit, die neue Leiterin der zuständigen Abteilung, Magdalena Löttner-Bigonski der Jägerschaft vorzustellen.

Herausforderungen des neuen Jagdjahres

Die Aufforstung von Schadflächen nach Dürreperioden und Borkenkäferbefall sowie schweren Schneedruckschäden werde eine enge Abstimmung erfordern.  “Wir werden, wie es bei uns im Bezirk seit jeher der Fall ist, die Situation fair und respektvoll angehen. Es existiert Dialogbereitschaft, aber keine Unterwerfungsbereitschaft“, sagte Bezirksjägermeister Ulf Krückl. „Mir ist keine Jägerschaft in genossenschaftlichen Jagdgebieten bekannt, die Interessenskonflikte aufkommen ließe“, führte er weiter aus.

Abschussplanverordnung evaluieren

Die Abschussplanerfüllung mit 105 Prozent stelle das Verantwortungsbewusstsein der Jägerschaft unter Beweis. Landesjägermeister Sepp Brandmayr sprach sich für eine Evaluierung der Abschussplanverordnung aus. „Wo es Aufforstungsflächen gibt, werden wir stärker eingreifen müssen. Aber nur dort, wo es nötig ist“. Ziel sollte sein, großflächige Einzäunungsflächen zu entfernen, wo es nur gehe. Zum Thema Wolf meinte er: „Dieses Tier hat bei uns keinen günstigen Lebensraum. Es ist in Europa nicht vom Aussterben bedroht“. Auf eine neue Problematik – die Plage mit ferngesteuerten Drohnen – angesprochen, werde die Bezirkshauptmannschaft reagieren, versprach Landtagspräsident Viktor Sigl. 

Neuwahlen im Jagdverband

Großes Thema beim Bezirksjägertag war auch der Wechsel an der Spitze des Landesjagdverbandes: Brandmayr wird zur Wahl des neuen Landesjägermeisters im April nicht mehr antreten. Es sei für ihn keine leichte Entscheidung, aber nach zwölf Jahren in seiner Funktion wolle er jungen Leuten den Weg frei machen. Anlässlich der Neuwahl auf Perger Bezirksebene wurden alle Funktionäre einstimmig gewählt bzw. wiedergewählt. Ulf Krückl, alter und neuer Bezirksjägermeister, wies darauf hin, möglicherweise nicht die gesamte Periode zur Verfügung zu stehen: „Ein Versprechen kann ich nicht abgeben.“

Jahrzehntelang im Waidwerk

Zahlreiche Jäger wurden mit Auszeichnungen bedacht. Etwa Franz Auer und Josef Fröschl, beide  Saxen; Karl Fröschl, Arbing; Karl Furtlehner, Dimbach; Karl Gassner, Pabneukirchen; Maximilian Langeder, Münzbach; Michael Mitterlehner, Pabneukirchen und Franz Redl, Naarn für 60 Jahre Jagdausübung. Mit dem Goldenen Bruch für 50 Jahre Jagdausübung wurden sieben Jäger geehrt: Josef Dierneder, Naarn; Franz Dorninger, Katsdorf; Ernst Grüll, Perg; Karl Haimel, Bad Kreuzen; Franz Leonhartsberger Klam; Josef Schiefer, Bad Kreuzen und Leopold Steininger, Mitterkirchen. Franz Achleitner, Au/Donau, wurde für 24 Jahre Jagdpächtertätigkeit geehrt;  Josef Schober, Naarn, für 21 erfolgreiche VGP-Prüfungen (Jagdhunde-Prüfungen). Ehrungen Jagdhornbläser: Bereits 30 Jahre ist Martin Sevcik (Jagdhornbläser Machland) aktiv. Zehn Jahre: Heinz Leitner, Manuela Leitner, Gabi Steindl, Klingenberg.

             

Jahresstrecke

Im Bezirk Perg wurden während des ablaufenden Jagdjahres folgende Abschüsse getätigt (in Klammern die Vorjahreszahlen):

Rehwild: 4.922 (4.646)

Rotwild 6 (3)

Damwild 5 (1)

Schwarzwild 48 (133)

Füchse 581 (754)

Marder 455 (404)

Dachse 150 (143)

Iltisse 21 (65)

Minks 6 (4)

Hasen 1.309 (1.398)

Fasane 1.170 (972)

Wildenten 696 (840)

Wildgänse 28 (16)

Marderhund 0 (1)


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