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Habau-Betriebsratsvorsitzender als Landesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz wiedergewählt

Markus Hochgatterer, 08.03.2019 08:00

PERG/MARCHTRENK/OÖ. Bei der 25. Landeskonferenz der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) in Marchtrenk ist Josef Affengruber, Betriebsratsvorsitzender der Firma Habau in Perg, mit 93,8 Prozent der Delegiertenstimmen als Landesvorsitzender bestätigt worden.

Josef Affengruber wurde in seiner Funktion bestätigt. Foto: KMAIER
Josef Affengruber wurde in seiner Funktion bestätigt. Foto: KMAIER

Zu seinen Stellvertretern wurden Albert Brunner (Strabag), Peter Dorn (Laufen Austria AG) und Anton Gufler (Fischersports) gewählt. Die Landeskonferenz der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), die alle fünf Jahre stattfindet, stand diesmal unter dem Motto „Faire Arbeit 4.0“. „Die Kollegen in unserer Branche arbeiten schwer und bringen dabei großartige Leistungen. Diese Leistungen müssen mit Respekt und Fairness belohnt werden – darum versuchen wir, die Lebenswelt unserer KollegInnen ständig zu verbessern“, erklärt Affengruber. 

Affengruber: „Arbeiten um zu leben, nicht leben, um zu arbeiten“

Deswegen fordert die GBH Oberösterreich in ihrem Leitantrag ein modernes Arbeitszeitgesetz, das etwa ein Recht auf eine Vier-Tage-Woche beinhaltet, eine 6. Urlaubswoche, 100%-Zuschläge für 11. und 12. Arbeitsstunden und eine maximale Arbeitszeit von acht Stunden ab einer Temperatur von 30°C. „Die Menschen müssen arbeiten, um zu leben, nicht leben, um zu arbeiten. Gerade bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten muss besondere Rücksicht auf die Gesundheit und die Erholungsmöglichkeiten genommen werden“, stellt Affengruber klar.

Digitales Zeitalter bringt viele Herausforderungen 

In den Branchen der GBH bringt das digitale Zeitalter zahlreiche Veränderungen mit sich, denen man sich aktiv stellen muss. „Wir müssen versuchen, die negativen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer zu verhindern und die Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, zu nutzen“, sagt der GBH-Landesvorsitzende. Ein zentraler Punkt dabei sind staatliche Fonds, die sicherstellen sollen, dass „digital abgehängte“ Kollegen umgeschult und in den Arbeitsprozess wiedereingegliedert werden können. „Wir retten mit unserem Steuergeld Banken vor Insolvenzen. Warum sollen wir da nicht auch Menschen helfen, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit getrieben wurden?“, so Affengruber. 


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