SPÖ zeigt anlässlich Equal Pay Day 2020 auf: Bezirk Perg wieder negativer Spitzenreiter, Frauen arbeiten 101 Tage unbezahlt

Hits: 63
Markus Hochgatterer Markus Hochgatterer, Tips Redaktion, 22.09.2020 11:48 Uhr

BEZIRK PERG. Der Equal Pay Day ist jener Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen gratis arbeiten. Im Bezirk Perg ist das der 22. September. Demnach verdienen Frauen im Bezirk Perg für die gleiche Arbeit im Schnitt um 27,6 Prozent weniger als Männer. Perg ist damit negativer Spitzenreiter im Oberösterreichischen Bezirksvergleich und bundesweit an fünfter Stelle.

„Es ist wirklich frustrierend, dass im Jahr 2020 Frauen am Arbeitsmarkt nach wie vor so eklatant benachteiligt sind,“ sagt die Vorsitzende der SPÖ Frauen Bezirk Perg, Abg.z.NR Sabine Schatz. „Wenn Frauen im Bezirk Perg um 27,6 % weniger verdienen, dann ist das im Durchschnitt ein Betrag von 14.516 Euro jährlich, die Frauen weniger aufs Konto bekommen. Das ist immerhin ein schnittiger Kleinwagen jährlich. Diese Situation können wir so nicht einfach zur Kenntnis nehmen,“ sagt die Abgeordnete. „Es ist leider zu erwarten, dass durch den frauenpolitischen Backlash, den wir in der aktuellen Corona-Krise erleben, die Situation noch dramatischer ausfällt,“ sagt auch die Vorsitzende der ÖGB Frauen im Bezirk Perg, Gaby Auinger.

„Müssen verhindern, dass Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden“

„Frauen kommen am Arbeitsmarkt und mit der kaum möglichen Vereinbarkeit von Beruf und Familien durch die Corona-Krise noch mehr unter Druck,“ sagt Auinger. „Gerade für Alleinerzieherinnen ist diese Situation besonders schwierig. Wir müssen verhindern, dass Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden. Es braucht jetzt ein feministisches Konjunkturpaket, das Frauen unterstützt“, fordert Sabine Schatz. Die SPÖ fordert einen KV-Mindestlohn von 1.700 Euro steuerfrei, verkürzte Vollzeit und Halbe/Halbe in der Familie, 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr.

Mit Nickaktion auf die Situation im Bezirk Perg aufmerksam gemacht

Mit Plakaten, die Verkehrsteilnehmer zum Nicken bewegen sollen, haben SPÖ Frauen und ÖGB Frauen heute an der B3 in Mauthausen auf den Gender Pay Gap aufmerksam gemacht. „Niemand kann wirklich verstehen oder erklären, warum Frauen für gleichwertige Arbeit so eklatant viel weniger verdienen. Das hat auch die große Zustimmung zu unserer Aktion heute gezeigt,“ schließen Schatz und Auinger.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Pensionist von PKW erfasst – schwer verletzt

SCHWERTBERG. Schwer verletzt ins UKH eingeliefert werden musste am Samstagvormittag ein 77-jähriger Pensionist aus Perg, der bei Ladetätigkeiten bei einem PKW-Anhänger von einem vorbeifahrenden ...

Winterreifen: Sicher durch die kalte Jahreszeit

BEZIRK PERG. Noch zeigt sich in Oberösterreich der Herbst meist von seiner milden Seite – an einzelnen Tagen und Nächten war es aber bereits spürbar kälter. Doch ab morgen, 1. November, gilt wieder ...

Alkolenker landete mit Fahrzeug in Garten und ergriff zu Fuß die Flucht

PERG. Im Bereich der Au an der Donau geriet ein 22-Jähriger aus Perg in der Nacht auf Samstag gegen 3.30 Uhr morgens mit seinem PKW von der Straße ab und baute einen Verkehrsunfall. 

B3 nach schwerem Verkehrsunfall gesperrt

PERG. Nach einer Frontalkollision zweier Fahrzeuge musste am Freitagnachmittag die B3 im Bereich Perg Mitte längere Zeit gesperrt werden. 

Das vierte Menschenrechtssymposium behandelt das Recht auf Leben und Freiheit

BEZIRK PERG. Den thematischen Schwerpunkt des vierten Menschenrechte-Symposiums von 5. bis 8. November bildet das Recht auf Leben und Freiheit.

AK Perg lud zum Austausch über die Berufswelt von Jugendlichen

PERG. In der AK Perg diskutieren die Teilnehmer von sozialen Organisationen, Institutionen, Schulen und Betrieben aus ihrer Sicht über Probleme sowie Fragen im Bereich Ausbildung und Beschäftigung von ...

Mitterkirchen freut sich über „Natur im Garten-Plakette“

MTTERKIRCHEN. Beim Praxistag für Gemeinden von Natur im Garten OÖ konnte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger sieben weitere Gemeinden mit der Natur im Garten-Plakette auszeichnen, darunter auch Mitterkirchen. ...

Dimbacher wohnen laut Fragebogen-Ergebnis gerne in ihrer Gemeinde

DIMBACH. Eine gut ausgebaute Nahversorgung, die Schaffung von Arbeitsplätzen im Ort und ein Altern in Würde in der Heimatgemeinde: Darauf legen die Dimbacher Wert.