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Dagmar Engl will Katsdorf ein Stück "Grüner" machen: Gemeinderätin gibt zweite Kandidatur als Bürgermeisterin bekannt

Markus Hochgatterer, 27.05.2021 07:15

KATSDORF. Seit 2015 gehört Dagmar Engl dem Katsdorfer Gemeinderat an, jetzt kandidiert sie erneut für die Grünen als Bürgermeisterin. Sechs Jahre in der Katsdorfer Gemeindepolitik haben sie darin bestärkt, in Zukunft noch mehr Verantwortung für ihre Gemeinde übernehmen und die dortige Lebensqualität verbessern zu wollen.

Seit 2015 gehört Dagmar Engl dem Katsdorfer Gemeinderat an, jetzt kandidiert sie erneut für die Grünen als Bürgermeisterin. (Foto: Martina Eigner / Grüne Katsdorf)

Neben vermehrter Bürgerbeteiligung, sicheren und zeitgemäßen Verkehrslösungen in allen Teilen der Gemeinde sowie die Schaffung einer Begegnungszone vor dem neuen Gemeindezentrum liegt ihr auch die Erschließung neuer Naherholungsgebiete am Herzen.

 Kampf um Zebrastreifen weckte Interesse am politischen Engagement

Der Zufall und der Kampf um einen Zebrastreifen für die Sicherheit der Kinder in Katsdorf brachte Dagmar Engl zu den Grünen. Ihr Engagement und ihre Hartnäckigkeit sowie die Unterstützung von Fraktionsobfrau Martina Eigner führten sie rasch zu mehr politischer Verantwortung. Seit 2015 ist sie Gemeinderätin und Mitglied des Gemeindevorstands. „Ich bin ich mit Leidenschaft und Freude dabei, immer mit dem Ziel, die Welt im Allgemeinen und das Leben in Katsdorf im Speziellen ein Stückchen besser zu machen. Das kleinste Dorf hat denselben Stellenwert wie die ganze Welt. Wir retten den Planeten nur, wenn wir im Kleinen beginnen. Wir tragen gemeinsam die Verantwortung. Bei den Maßnahmen jedoch brauchen wir Mut und Weitsicht!“

Mehr demokratische Teilhabe

Engl hat eine klare Vorstellung von zeitgemäßer Gemeindepolitik: Sie sollte weniger hinter den verschlossenen Türen von Amtsstuben als vielmehr gemeinsam mit den Bürgern gemacht werden. „Aufgrund der wenigen Bürgermeisterinnen wird in vielen Orten immer noch Politik aus einem überwiegend männlichen Blickwinkel gemacht. Das ist auch in Katsdorf so. Mein Ziel ist es, durch Bürgerbeteiligung den Frauen deutlich mehr Verantwortung und Gestaltungsraum zu geben. Sie stellen 50% der Einwohner, sind in der Entscheidung über ihr Lebensumfeld aber weit unterrepräsentiert.“ 

Verkehrspolitik ist Sicherheitspolitik und Klimaschutz

Jenes Thema, das Dagmar Engl zu den Grünen gebracht hat, ist ihr auch heute ein großes Anliegen: kluge Verkehrslösungen, die größtmögliche Sicherheit garantieren. Dazu soll es – unter Einbezug der Bürger – eine genau Analyse der zu entschärfenden Brennpunktstellen in den einzelnen Siedlungsgebieten geben. „Es ist schon paradox, wenn Eltern im ländlichen Katsdorf jeden Tag in Sorge um das Leben ihrer Kinder leben müssen, nur weil Verkehrspolitik immer noch aus dem Lenkradblickwinkel gemacht wird. Zudem ist auch der Klimaschutz nicht ohne das Thema Verkehr zu denken.“

Aus diesem Grund wird sie auch weiterhin für die Begegnungszone vor dem neuen Gemeindezentrum kämpfen. Die Grünen Katsdorf haben hier bereits ihre Ideen auf den Tisch gelegt und sind mit der halbherzigen Lösung nicht zufrieden. „Alle, die mich kennen, wissen: wenn mir eine Sache wichtig ist, gebe ich nicht auf. Ich werde mich daher weiter für ein besseres Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern auf den Straßen einsetzen.“

Ortsentwicklungskonzept 2022: Mehr Grünraum, weniger versiegelte Böden, mehr Mut

Die Raumordnung gehört für Engl auf neue Beine gestellt – vor allem wenn es gelingen soll, unsere fruchtbaren Böden, die Lebensgrundlage unserer Landwirte, die letztendlich unsere ist, zu erhalten. Das Gesetz dazu entsteht freilich nicht in den Gemeinden, sondern im oö. Landtag, aber seine Umsetzung – die Widmung der Grundstücke und der Beschluss von Bebauungsplänen – liegt in der Verantwortung aller kommunalpolitisch Tätigen. Die Rolle der Bürgermeister ist bei der Raumordnung eine derart wichtige, dass es an diesen Stellen mehr Schlagkraft braucht. Vor allem aber den Mut, alle Beteiligten an den Tisch zu holen. „Ich bin Realistin genug, um zu wissen: nicht alle Katsdorfer können mit uns Grünen etwas anfangen. Was ich aber immer mehr bemerke ist, dass – gerade auch durch die die Pandemie – eines grünes Lebensumfeld mit attraktiven Naherholungsgebieten einen immer größeren Stellenwert bekommt“, so Engl. Damit Katsdorf ein guter Platz zum Leben bleibt, will Engl auf maßvolle Verbauung mit ausreichend Grünflächen setzen und die Bürger*innen ihren eigenen Naherholungsraum gestalten lassen. Auch die vielen kleinen Plätze im Ort sollen attraktiver und verbindender werden.

Über Dagmar Engl

Dagmar Engl wurde 1975 in Linz geboren und wuchs in Linz, Namibia sowie Nigeria auf. Die studierte Wirtschaftspädagogin und Tourismuskauffrau ist als Kabinenchefin auf Langstreckenflugzeugen bei der Deutschen Lufthansa angestellt. Sie ist Vorstandsmitglied der Grünen Frauen OÖ, Obfrau der Grünen Bildungswerkstatt OÖ und Stv. Landessprecherin Die Grünen OÖ.

Dagmar Engl lebt seit 2007 mit Ihrem Lebenspartner, ihrer Tochter sowie Hündin Wanda in Katsdorf.

Sie verbringt ihre Freizeit gerne auf langen Spaziergängen und im Garten.

Grantig machen sie Ignoranz, Unpünktlichkeit und Unverbindlichkeit.

Herzhaft lachen kann sie hingegen über alles, was das humoristische Talent ihres Partners hervorbringt.

Ihr Lebensmotto ist: „Die größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts lösen wir nur gemeinsam.“


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