Grüne Gemeinderätin Andrea Hennerbichler kandidiert als Bürgermeisterin
MAUTHAUSEN. Seit 2015 gehört Andrea Hennerbichler dem Mauthausener Gemeinderat an, jetzt kandidiert sie für die Grünen als Bürgermeisterin. Ihre Ziele sind vermehrter Schutz der Natur, sichere und zeitgemäße Verkehrslösungen und ein rasches Handeln beim dringend benötigten neuen Kindergarten.

Der Naturschutz brachte Andrea Hennerbichler 2014 zu den Grünen: „Die Erde kann sehr gut ohne uns, wir brauchen sie aber zum Leben. So gesehen ist Naturschutz auch Menschenschutz. Wir können den Planeten nur retten, wenn jeder einzelne Mensch sich seiner Verantwortung bewusst ist. Das gilt umso mehr für politische Entscheidungsträgern“, is Hennerbichler überzeugt. Sie fordert daher etwa einen verpflichtenden Grünanteil bei der Neu-Errichtung von Gewerbebetrieben und das Ersetzen von gefällten Bäumen im öffentlichen Raum. Die Förderung von privaten und die Errichtung von gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlagen steht ebenfalls in ihrem Programm. Für Hennerbichler ist es auch unverständlich, dass Mauthausen weder eine Klimabündnis- noch eine Bodenbündnis- und auch keine bienenfreundliche Gemeinde ist, so wie die meisten anderen oberösterreichische Gemeinden, die so ihren Beitrag zum Klima- und Naturschutz leisten und auch von diesen Synergien profitieren und so Förderungen und Beratungen in Anspruch nehmen können.
Großes Thema ist die Verkehrspolitik
Nicht nur die Bewohner, sondern auch alle, die Mauthausen kennen, verbinden mit der Gemeinde vor allem eines: das massive, immer weiter steigende Verkehrsaufkommen. „Mauthausen an der Donau wurde zu Mauthausen an der B3. Der Verkehr ist für die Anwohner schon lange eine massive Belastung, vor allem im Ortsteil Heinrichsbrunn und am Heindlkai. Um das für 2035 prognostizierte Verkehrsaufkommen auf der Freistädter Straße von 14.000 Fahrzeugen binnen 24 Stunden und den stetig steigenden LKW-Anteil einzudämmen, müssen dringend kluge und umfassende Lösungen her“, betont die Grüne Bürgermeisterkandidatin. Sie sagt weiter: „Das Plauscherl im Garten verläuft schreiend, an Schlaf ist nur bei geschlossenen Fenstern zu denken. Das mehrmalige Aufschrecken in der Nacht, wenn wieder Gas gegeben wird, ist für die Anwohner gesundheitsbeeinträchtigender Alltag, den wir nicht hinnehmen.“
Für eine umsichtige Verkehrslösung, die größtmögliche Sicherheit garantiert, setzt sich die grüne Bürgermeisterkandidatin auch bei der Hinterbergstraße ein. Konkret soll nun endlich der, seit vielen Jahren versprochene, Gehsteig errichtet werden. „Es kann nicht sein, dass Eltern jeden Tag um das Leben ihrer Kinder bangen müssen, nur weil in der Verkehrspolitik immer noch das Auto das Maß aller Dinge ist. Es geht mir nicht darum, den bei uns oft notwendigen Individualverkehr zu verteufeln, sondern um ein besseres Miteinander von Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer.“
„Es müssen endlich Taten folgen“
Der Gehsteig in der Hinterbergstraße ist nicht das einzige Wahlversprechen, das auch viele Jahre später nur auf dem Papier existiert. Hennerbichler fordert mehr Umsetzungsstärke ein und wird auch bei der versprochenen Aufbahrungshalle beim alten Friedhofsgebäude, dem barrierefreien Einstieg in das Freibadbecken, dem Gehsteig an der Uferstraße, der Ortsbildpflege und vor allem auch dem so dringend notwendigen Kindergartenzubau oder -neubau nicht lockerlassen. Die Grünen vertreten dabei die Meinung, dass im ersten Schritt der bestehende Kindergarten in Heinrichsbrunn rasch ausgebaut werden muss, gegebenenfalls mit einer Erweiterung des Gartens im Bereich des derzeitigen Parkplatzes oder am Dach. „Vom aktuell diskutierte neuen Standort am Bettelberg halte ich nicht viel. Dort befindet sich bereits der Müllsammelplatz. Eine durchgehende sichere Gehsteigverbindung vom Ortszentrum zum Bettelberg ist derzeit nicht vorhanden und schwer umzusetzen. Weiters ist ein Felssturz durch den alten Steinbruch dort immer möglich. Der Bettelberg ist zudem einer der wenigen naturbelassenen Rückzugsräume. Es ist der Nistplatz des sehr seltenen Wanderfalken. Da gibt es geeignetere Standorte“, so Hennerbichler.


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