Pergs Stadtchef ist 60: ein Portraitversuch über einen gar nicht typischen Politiker
PERG. Am vergangenen Samstag feierte LAbg. Bürgermeister Anton Froschauer seinen runden Geburtstag. Wenig überraschend verteilt in kleinen Runden und im privaten Rahmen, ohne pompöses Fest. Denn genau das liegt ihm nicht. Auch als Politiker lehnt der inzwischen 60-Jährige das Rampenlicht eher ab. Ungewöhnlich? Für ihn nicht.

„Tue Gutes und sprich darüber“, ist wohl einer der bekanntesten Leitsprüche in der Kommunikationswelt. Obwohl Anton Froschauer vor seinem Aufstieg zum Stadtoberhaupt als Berater in dieser Branche und als Trainer tätig war, trägt er selbst als Politiker seine Erfolge nicht vor sich her. „Das mach ich gerade“-Postings auf Social Media findet man so gut wie gar nicht, Spatenstiche sind nicht seine Lieblingsveranstaltungen, viel lieber freut er sich, wenn etwas umgesetzt wurde und fertig ist. Doch zurück zu den Anfängen.
Schon als junger Mann in die Politik eingestiegen
Schon sehr früh ist der Baumgartenberger der JVP beigetreten, seine politische Laufbahn hat er dann aber in der Bezirkshauptstadt hingelegt. Lange als Stadtparteiobmann und Vizebürgermeister, bis er 2007 Hermann Peham als Stadtchef abgelöst hat. Von 2018 bis 2019 wurde Froschauer in den Bundesrat entsandt, seit 2019 ist er Abgeordneter zum Oö. Landtag. Als Bezirksparteiobmann der ÖVP hat er 2015 von Franz Hiesl übernommen. Man könnte sagen, Froschauer ist ein Politiker, wie er sicher in keinem Buche steht. Manche meinen vielleicht sogar, dass er zu wenig auf die Leute zugeht. Das stimmt so nicht. Nur tut er das lieber in Gesprächen am Rande oder in kleinerem Rahmen.
Lobbyist für jene, die keine Lobby haben
Bei Veranstaltungen hält er sich auch nicht unbedingt am liebsten in der ersten Reihe auf. Umso länger verweilt er bei Terminen von Sozialorganisationen und unterhält sich mit jenen, die dort ein Zuhause gefunden haben und jenen, die sich um die Bedürfnisse derer kümmern, die nicht im hellen Licht der Gesellschaft stehen. Das Thema Integration liegt Froschauer ganz besonders am Herzen. „Ich bin selbst ein Zua-groasta“, begründete er schon öfter mit einem Schmunzeln. „Man muss den Menschen eine Chance geben.“
Sachpolitiker und Freundvon guten Kooperationen
Mit anderen Parteien geht der Christlich-Soziale Konflikten nicht aus dem Weg, setzt aber lieber auf das Verbindende. Wenig Verständnis zeigt er aber, wenn jemand für sein Dafürhalten nicht fair ist. Die Entwicklung in der Region vorantreiben, das ist sein oberstes Ziel. Dafür forciert Froschauer auch seit Jahren verschiedenste Kooperationsprojekte wie den Wirtschaftspark Perg oder die Stadtumland-Kooperation mit drei Nachbargemeinden. Und hier wird der 60-Jährige in den nächsten Jahren sicher weiter einen Schwerpunkt legen.
Alle seine Errungenschaften für die Stadt Perg und die Region hier aufzuzählen wäre nicht möglich, viele Initiativen und Projekte tragen seinen Stempel. Auch in der Politik ist Vielfalt eine Bereicherung und nicht nur die lauten Erfolge sind sichtbar. Vor allem braucht es aber Menschen, die sich gerne hinter den Kulissen sich für jene Menschen einsetzen, die kaum Beachtung erfahren. Und das ist sicherlich eine der großen Stärken von Anton Froschauer.Herzliche Gratulation zum 60er und viel Gesundheit für noch viele Jahre im Dienste der Menschen in der Region!


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