Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk Perg besonders stark
BEZIRK PERG. Laut einem Bericht der Arbeiterkammer Oberösterreich stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahr im Bezirk Perg stärker an als in jedem anderen oberösterreichischen Bezirk.

Seit dem Frühsommer 2023 steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich stetig an. Laut einem Bericht der Arbeiterkammer sei Oberösterreich als Industriebundesland überdurchschnittlich stark betroffen. Vor allem bei der Jugendarbeitslosigkeit appelliert sie zu einem aktiven Gegensteuern.
Im Bezirk Perg stieg die Jugendarbeitslosigkeit mit 17,5 Prozent stärker an als in jedem anderen oberösterreichischen Bezirk. „Ein guter Start ins Erwerbsleben mit einer fundierten Berufsausbildung wirkt positiv über die gesamte Berufslaufbahn“, sagt Andreas Stangl, Präsident der Arbeiterkammer. Hingegen sei bei Jugendlichen, die keine Lehrstelle beziehungsweise Beschäftigung finden, die Gefahr brüchiger Erwerbskarrieren und wiederkehrender Arbeitslosigkeit in späteren Jahren sehr groß.
Im Vergleich zum Vorjahr suchen 26,5 Prozent mehr Jugendliche im Bezirk Perg eine Lehrstelle. Sowohl bei den Schulungsteilnehmern des Arbeitsmarktservice als auch bei den arbeitslos Vorgemerkten unter 25-Jährigen weist der Bezirk Perg jeweils den zweithöchsten Zuwachs unter allen oberösterreichischen Bezirken auf. Gleichzeitig ging das Lehrstellenangebot um 11,1 Prozent zurück.
Um den Jugendlichen eine Perspektive zu geben, fordert die Arbeiterkammer eine Aufstockung der Budgetmittel für Jugendbeschäftigungsprojekte.


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