Almtal - Neues Sammeltaxi als innovative Lösung für lokalen Nahverkehr
PETTENBACH/ALMTAL. Mit 1. Juni wird es in der Tourismusregion Traunsee-Almtal eine neue Sammeltaxi-Lösung geben, die den Individualverkehr entlasten und als Schnittstelle für den öffentlichen Verkehr dienen soll.

In ländlichen Regionen stoßen herkömmlich organisierte Systeme des öffentlichen Verkehrs häufig an ihre Grenzen, sowohl in Bezug auf die verfügbaren finanziellen Ressourcen als auch im Hinblick auf das nachgefragte Qualitätsniveau, also die Frequenz der Fahrten und generell der Reisezeiten.
Daher sollen lokale und kleinregionale öffentliche Verkehrs-Systeme als flexible und bedarfsgerechte Bedienungsformen vorhandene Defizite in der regionalen Mobilitätsversorgung ausgleichen.
Traunsee-Taxi als Vorbild
Bereits seit Sommer 2016 gibt es rund um den Traunsee ein Anruf-Sammeltaxi, das von den Gemeinden und der Leaderregion Traunstein unterstützt wird. Das Angebot steht unter dem Motto „Anrufen, einsteigen, losfahren“ und wendet sich gleichermaßen an Einheimische und Touristen. „Das Traunsee-Taxi hat gezeigt, dass es sehr gut von der Bevölkerung angenommen wird, und daher offensichtlich auch Bedarf besteht.
Gut 40 Prozent der Fahrgäste sind Einheimische“, ist Andreas Murray, der Direktor des Tourismusverbandes Traunsee-Almtal von der Sammeltaxi-Lösung überzeugt. „Es ist bereits seit gut drei Jahren in Betrieb und wir konnten im Vorjahr nicht nur gut 4.500 Fahrgäste damit befördern, auch die Auslastung ist mit 1,8 Personen pro Fahrt sehr gut“, erklärt Murray.
Lokale Anbieter werden das Angebot erhalten
Ab 1. Juni wird das Angebot auf die gesamte Tourismusregion ausgeweitet. Es wird dabei das schon bestehende System genutzt, auch die Dispositions-Zentrale wird die gleiche bleiben. Für die Fahrten werden Anbieter vor Ort den Zuschlag bekommen, was mehrere Vorteile mit sich bringt. „Wir wollen den regionalen Fahrtdienstleistern nicht dreinpfuschen, außerdem ist mit den kürzeren Wegen ein schnelleres Angebot garantiert“, so Murray.
Ausbau des Radweges
Zusätzlich zu dieser Lösung wird vom Land auch Geld zur Verfügung gestellt, um den Ausbau des Radweges R11 nach Grünau zu finanzieren. „Die Bevölkerung fährt immer öfter mit dem Rad, sei es in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit, zur Ausbildung oder als sportliche Betätigung“, berichtet Landtagsabgeordneter Michael Gruber, „deswegen freut es mich als Almtaler Abgeordneten besonders, dass weiter in unser Radwegenetz investiert wird.“
Besonders auf kurzen Strecken ist das Fahrrad oft die schnellere Lösung, ökologisch verträglich und gesund. Noch dazu stellt das Radfahren einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor im Tourismus dar.


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