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Nichts wird's aus dem Fachmarktzentrum Pettenbach: Grundstück wird verkauft

Leserartikel Reinhard Ebner, 18.01.2017 06:50

„Geplante Fertigstellung: Dezember 2016“, heißt's auf der Homepage der Real Treuhand. Das Grundstück, auf dem ein Fachmarktzentrum entstehen sollte, steht jedoch leer. Es wird voraussichtlich filettiert und verkauft. Derzeit laufen Verhandlungen mit Spar und Lagerhaus.

Nichts wird‘s aus dem Fachmarktzentrum in Pettenbach. Spar und Lagerhaus könnten dennoch die vorgesehene Fläche bebauen, zurzeit laufen Verhandlungen.

Lange wurde in Pettenbach über Sinn und Unsinn eines Fachmarktzentrums diskutiert. Insbesondere Spar und das Lagerhaus hatten Interesse an einem vergrößerten Standort unter Einbeziehung weiterer Handelsbranchen. Schließlich erwarb die Raiffeisen-Tochter RLV Immobilien ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück beim Kreisverkehr, angrenzend an Kremsmünsterer und Vorchdorfer Straße.

Das Grundstück soll nun verkauft werden

Pläne wurden eingereicht und genehmigt, Bauverhandlungen geführt. Danach kehrte Ruhe ein. Geplant war der Baubeginn für April 2016, die Fertigstellung für Dezember. Beide Termine verstrichen ergebnislos.

„Wir werden das Projekt nicht umsetzen, sondern das Grundstück verkaufen“, meint nun RLV-Chef Rudolf Mayr. Man sei in laufenden Verhandlungen mit Spar und dem Lagerhaus. Sollten diese erfolgreich verlaufen, würde zumindest ein großer Teil der ursprünglichen Versprechungen eingelöst: Spar und Lagerhaus waren von Anfang an als Ankermieter des Fachmarktzentrums geplant. Sie könnten jeweils knapp 7.000 Quadratmeter übernehmen, um ein Lebensmittelgeschäft (die Rede war von einem Eurospar) und einen Lagerhausmarkt mit Agrarbereich, Garten-Center und Tankstelle zu bauen.

Auch Gewerbebetriebe sollen sich einmieten

Bleiben 6.500 Quadratmeter übrig. Die Hoffnung, auch dafür einen oder mehrere Handelsfilialisten zu finden, hat Mayr aufgegeben: „Wir suchen ein oder zwei Gewerbebetriebe, die das Grundstück kaufen.“ Am Ende wird's also kein klassisches Fachmarktzentrum, aber immerhin eine Immobilie, die zwei Kundenmagneten beherbergen könnte. Sofern die Verhandlungen erfolgreich verlaufen. Wenn, dann könnten diese recht rasch zu einem Ende geführt werden – innerhalb von ein bis zwei Monaten, schätzt der RLV-Geschäftsführer.

In der Gemeinde gibt man sich optimistisch

Seitens der Gemeinde ist die Bereitschaft gegeben, aufs Gas zu drücken. „2017 wird gebaut“, ist Amtsleiter Günther Weigerstorfer zuversichtlich. „Wenn die neuen Planungen erst mal da sind, ist deren Genehmigung eine Sache von maximal ein paar Wochen.“

Das Interesse sei groß, die Angelegenheit zu einem guten Ende zu führen: „In Pettenbach brauchen wir unbedingt eine Tankstelle und einen größeren Lagerhaus-Standort.“ Woran es weiterhin fehlt und offenbar auch künftig mangeln wird, sind Drogeriemarkt, Textil- und Schuhgeschäfte. Die Gründe dafür? Weigerstorfer: „Es kommt auch darauf an, wie etwas beworben und betrieben wird und welche Mieten man verlangt.“

Waren die Mietvorstellungen des Bauträgers zu hoch angesetzt? „Unsinn!“, widerspricht Mayr. „Wir haben gebrauchte Immobilien im Portfolio, für die wir höhere Mietpreise verlangen als für das FMZ Pettenbach.“ Die Preisgestaltung sei nicht nur marktgerecht, sondern sogar eher nieder angesetzt gewesen. „Der Lebensmittelhandel drückt die Preise meist am stärksten. Für Spar war das in diesem Fall aber kein Thema.“

Den Handelsfilialisten fehlte das nötige Geld

Gescheitert sei es letztlich an der schwachen Konjunktur in der Handelsbranche. „Wir hätten einen dritten Großmieter gebraucht. Die Filialisten in den in Frage kommenden Branchen haben uns alle abgesagt, weil sie zum Teil in den roten Zahlen sind.“


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