Wenn 1400 Mägen gleichzeitig knurren ist Manfred Pichler zur Stelle
PEUERBACH/STEEGEN. 2700 Jugendfeuerwehrmitglieder werden von 18. bis 24. Juli ihr Zelt in Peuerbach aufschlagen und spannende Tage miteinander verbringen. Von der Lagerolympiade bis zur Riesenwasserrutsche ist Spaß und Action garantiert. Einen der wichtigsten Dienste beim Jugendlager übernimmt Manfred Pichler. Er ist für die Verpflegung der Jungflorianis zuständig - eine Mammutaufgabe.

Das traditionelle Feuerwehr Jugendlager der Bezirke Grieskirchen, Ried, Schärding, Braunau, Vöcklabruck und Gmunden findet heuer zum dritten Mal in Peuerbach und Steegen statt. 2.700 motivierte Jungfeuerwehrmitglieder zwischen zehn und 16 Jahren werden gemeinsam mit ihren Jugendbetreuern ihre Zelte aufschlagen. Aufgeteilt auf zwei Turnusse werden jeweils vier spannende Tage miteinander verbracht, an denen Spiel und Spaß nicht fehlen dürfen. Der erste Turnus findet von 18. bis 21. Juli mit den Feuerwehren der Bezirke Braunau, Ried und Schärding statt. Von 21. bis 24. Juli sind die Bezirke Vöcklabruck, Grieskirchen, und Gmunden an der Reihe.
5000 Eier und 700 Liter Saft
Eine der spannendsten Aufgaben beim Jugendlager hat mit Sicherheit Manfred Pichler. Er ist als Küchenchef für die Verpflegung der Jugendlichen zuständig. Und wenn 1400 Mägen auf einmal knurren, dann heißt es für das Küchenteam schnell sein. In den sechs Tagen Jugendlager gilt es 440 Kilogramm Schweinsgeschnetzeltes, 480 Kilogramm Putenschnitzel, 1300 Liter Milch oder 5000 Eier zu verarbeiten. Alleine zum Frühstück werden täglich 2300 Semmeln und 23 Kilogramm Brot verspeist. Das neunköpfige Küchenteam rund um Pichler startet um sechs Uhr früh mit den Vorbereitungen. Alles wird selbstgemacht, jedes der 1600 Schnitzel von Hand paniert und gebacken. „Die Zeit ist die größte Herausforderung“, erzählt Pichler. „Die Kinder kommen im Ansturm, da muss dann alles rechtzeitig fertig sein“, so der Koch.
Applaus für den Koch
„Es ist nicht selbstverständlich, dass man in so großen Mengen kocht. Das hat schon einen Kitzel und macht es besonders spannend“, meint Pichler. „Aber das wichtigste ist, dass es schmeckt“. Pichler ist nach 2008 und 2013 das dritte Mal beim FF Jugendlager dabei und wird heuer zum zweiten Mal mit seiner Burgerspezialität aufwarten, bei der sich die Florianis ihren eigenen Burger zusammenstellen können. Das käme besonders gut an. „Das gibt es in anderen Jugendlagern so nicht. Wir sind höchstmotiviert uns an den Trend der Jugend anzupassen“, ist Pichler stolz. Dass er mit seinen Menüs den Geschmack der jungen Leute trifft, wurde in der Vergangenheit deutlich: „Wir bekamen sogar mal Applaus für unsere Küche“, freut sich der Koch.
Viele freiwillige Stunden
Gestärkt von den gezauberten Gerichten von Pichler und seinem Team können die Kids im Feuerwehrjugendlager bei der Lagerolympiade ihr Geschick unter Beweis stellen und am Nachmittag die Freibäder und Freizeiteinrichtungen der Region unsicher machen. Kinobesuch, Kistenklettern, Bootsfahrten, ein Feuerwerk oder ein DJ und das Duo Herzbluat werden Spaß und Unterhaltung garantieren. Als Höhepunkt gilt das heuer erstmalige „Folienrutschen“ in der Feichten, Gemeinde Peuerbach. Um das alles auf die Beine zu stellen, bedarf es vieler Arbeiten im Voraus. „Um einen reibungslosen Ablauf während des Lagers zu gewährleisten sind täglich bis zu 200 ehrenamtliche Mitglieder im Einsatz. Doch die Koordination von Infrastruktur Logistik und Verpflegung erfolgt bereits viele Wochen im Voraus. Die gesamte Organisation gilt als große Herausforderung, welche ohne helfende Hände nicht möglich wäre, daher helfen alle Feuerwehren des Bezirkes mit. Das Lager ist auch als Dankes-Fest für den FF-Nachwuchs gedacht“, so Lagerleiter und Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Ablinger.
Von Strohhalm bis Feuerwerk
Beim Jugendlager 2013 wurden 20.000 ehrenamtliche Stunden aufgewendet. Ein wesentliches Ziel des Lagers sei die Förderung der Gruppendynamik und des Teamgeistes der jungen Feuerwehrmitglieder. Die größte Herausforderung beim Jugendlager sei laut Ablinger das Wetter. „Vom Strohhalm bis Feuerwerk ist alles planbar, aber das Wetter ist unberechenbar“. All jene, die gerne das Jugendlager-Fieber live miterleben wollen, sind herzlich eingeladen die Abendveranstaltungen zu besuchen.


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