W.E.B-Bilanz 2015: Deutliche Produktions-, Umsatz- und Ergebniszuwächse
PFAFFENSCHLAG. „2015 war das bisher beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte“, eröffnete der neue Vorstandschef Frank Dumeier die heutige Bilanzpressekonferenz des österreichischen Windkraftpioniers W.E.B Windenergie AG. 2015 konnte das Unternehmen in allen relevanten Werten zulegen.

„Der Trend zur sauberen, klimaneutralen Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern hält – zuletzt bekräftigt durch die Weltklimakonferenz in Paris – ungebrochen an. Und bestätigt damit unser Geschäftsmodell. Denn beim Umstieg auf eine CO2-neutrale Welt wird die Windenergie die wesentliche Säule der Stromproduktion sein. Die Pariser Beschlüsse bringen uns Arbeit für die nächsten 30 Jahre, wer kann das von seinem Geschäftsmodell schon behaupten,“ sagte Vorstandschef Dumeier in seiner Eröffnung.
Die 1995 gegründete W.E.B ist heute nicht nur die größte österreichische Bürgerbeteiligungsgesellschaft im Bereich erneuerbare Energie, sondern bringt als internationaler Konzern in Europa, Kanada und neuerdings auch in den USA erfolgreich die Energiewende voran. 2015 konnte das Unternehmen in allen relevanten Werten kräftig zulegen: Die Grünstromproduktion stieg um 16,5 Prozent auf einen Rekordwert von 718,2 GWh, der dem Bedarf von mehr als 205.000 Haushalten entspricht. Der Umsatz erhöhte sich auf dieser Grundlage um 23,3 Prozent auf 66,6 Millionen Euro, das operative Ergebnis legte um 30,1 Prozent auf 21,5 Millionen Euro zu, und das Konzernergebnis (nach Steuern) kletterte um 32,2 Prozent auf 9,3 Millionen Euro.
Auf dieser Basis wird der Hauptversammlung am 3. Juni 2016 eine Erhöhung der Dividende von zuletzt 15 auf 20 Euro vorgeschlagen. Finanzvorstand Michael Trcka: „Hintergrund dieser erfreulichen Zuwächse sind einerseits Produktionssteigerungen, die wir zu einem guten Teil unserer professionellen Betriebsführung und der dadurch rekordverdächtigen Verfügbarkeit unserer Anlagen verdanken. Zusätzlich haben wir im vergangenen Jahr wieder neue Anlagen in Österreich und Kanada mit insgesamt 39 MW Leistung ans Netz gebracht. Parallel dazu arbeiten wir laufend an der Optimierung aller unserer Prozesse, was sich in den überproportionalen Steigerungsraten der Ergebniszahlen widerspiegelt.“
Internationaler Wachstumskurs
Damit setzt die W.E.B ihren Wachstumskurs wie geplant weiter fort. Nach Österreich ist die W.E.B schon früh in Deutschland, Italien und Tschechien aktiv geworden und hat in den letzten Jahren auch den französischen und den kanadischen Markt für sich erschlossen. Ein wichtiger Schritt war 2015 der Einstieg in die USA mit der Übernahme eines Projekts im Bundesstaat Maine. Frank Dumeier: „Unsere Internationalität bringt eine sehr willkommene Risikostreuung, weil wir dadurch unterschiedliche meteorologische Bedingungen ausgleichen können. Zudem sind wir dank unserer umfassenden Erfahrung und unseres kompetenten Teams in der Lage, lokale Gegebenheiten und Förderbedingungen optimal zu nutzen. Dabei spielt der Aspekt der Bürgerbeteiligung – einer der zentralen Ansätze unserer Gründung – weiterhin eine wesentliche Rolle.“
Bürgerbeteiligung und breite Eigentümerbasis
Rund 3.700 Aktionäre sind heute an der W.E.B beteiligt, die nicht an der Börse notiert, aber einen umso engeren Kontakt zu ihren Eigentümern pflegt. Dasselbe gilt für ihre rund 1.600 Anleihe-Investoren. 2010 hatte das Unternehmen, das damit auch in Sachen Finanzierung zu den Vorreitern zählt, die erste Windkraft-Anleihe Österreichs emittiert, 2014 folgte die erste Windkraft-Hybridanleihe des Landes. Michael Trcka: „Auch 2015 waren wir wieder mit drei Anleihe-Emissionen erfolgreich und konnten auf diese Weise mehr als 22 Millionen Euro erlösen, die in den laufenden Ausbau unseres Kraftwerksparks fließen.“
Stetiger Ausbau
Der Ausbau des Kraftwerkparks geht moderat, aber konsequent voran. Derzeit laufen 15 Projekte in Österreich, Deutschland, Frankreich, Kanada und den USA. Sie sollen die Zahl der Anlagen von derzeit 219 auf 265 sowie die installierte Kraftwerksleistung von derzeit 338 MW auf 426 MW steigern. In Summe prüft die W.E.B derzeit rund 70 Projekte in allen ihren Märkten und strebt auf dieser Basis ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 50 MW an.


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