Unermüdlicher Seelsorger: Pierbachs Pfarrer Josef Mair (85) hält noch immer täglich eine Messe
PIERBACH. Eigentlich ist Josef Mair schon seit bald 15 Jahren als Pfarrer von Pierbach in Pension. Tatsächlich aber hält der 85-Jährige jeden Tag eine Messe in der Pfarrkirche. „Ich bin froh, dass ich noch arbeiten kann und darf“, sagt Pfarrer Josef Mair.

Geboren wurde Josef Mair am Neujahrstag 1933 als eines von 15 Kindern seiner Eltern in Strohheim, Bezirk Eferding. Nach dem frühen Tod seiner Mutter und der ersten Stiefmutter arbeitete Mair bei einem Bauern als Stallbub.
Vom Stallbub zum Priester
„Da hatte ich schon den Wunsch, Priester zu werden. Ich hätte es aber aus finanziellen Gründen nie gewagt, meinen Vater darum zu bitten“, erinnert sich Josef Mair zurück. Eine Verwandte überzeugte schließlich den Vater, den Buben doch studieren zu lassen.
Schwerer Bergunfall verzögerte Priesterweihe
So maturierte Josef Mair 1955 im Petrinum in Linz-Urfahr und trat anschließend ins Linzer Priesterseminar ein. Ein schwerer Bergunfall verzögerte seine Priesterweihe. Bei einer Klettertour in den Stubaier Alpen löste sich ein Felsen und durchtrennte das Seil, an dem Josef Mair hing. Drei Monate lag Mair mit mehreren Brüchen und einer schweren Kopfverletzung im Krankenhaus.
Schließlich wurde Josef Mair am 29. Juni 1961 im Linzer Dom zum Priester geweiht.
„Ich habe meinen Vater nur zweimal im Leben weinen sehen: Als meine Mutter starb und bei meiner Primiz“
„Ich habe meinen Vater im Leben nur zweimal weinen sehen: Einmal, als meine Mutter starb, und das zweite Mal bei meiner Primiz. Er sagte zu mir: Sepp, ich wünsche dir viel Glück“, erinnert sich der Pfarrer.
33 Jahre lang Pfarrer von Pierbach
Bereits als junger Priester lernte Josef Mair Pierbach als Vicarius substitutus kennen. Nach Stationen als Priester in verschiedenen anderen Pfarren wurde Josef Mair – nach dem Tod von Pfarrer Eiersebner – am 1. März 1970 zum Pfarrer von Pierbach ernannt und blieb es 33 Jahre lang.
„In Pierbach möchte ich sterben und begraben werden“
„Solange mein Chef und guter Freund Pfarrer Truttenberger zufrieden mit mir ist, werde ich weiterarbeiten.“ „Ich würde wieder Priester werden“, blickt Mair zufrieden auf sein Leben zurück.“Pierbach ist meine zweite Heimat. Hier möchte ich sterben und begraben werden.“


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