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Pöggstall. Für die NÖ Landesausstellung werden 20 Millionen in das Schloss Rogendorf und in die gesamte Region investiert. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren.  
 

Bald erstrahlt das Schloss Rogendorf in seinem ursprünglichen Glanz. Foto: Gemeinde Pöggstall
Bald erstrahlt das Schloss Rogendorf in seinem ursprünglichen Glanz. Foto: Gemeinde Pöggstall

Von 1. April bis 12. November geht die NÖ Landesausstellung 2017 im Schloss Roggendorf in Pöggstall über die Bühne. Das historische Gebäude wird hierfür umfassend und behutsam restauriert und soll danach in seinem ursprünglichen Glanz erblühen. So startete man im Frühling unter anderem mit der Fassade des ehrwürdigen Gemäuers. Ein Großteil konnte bereits fertig gestellt werden; dabei rekonstruierte man auch eine Sonnenuhr an der Südfassade. Nun stehen die Ostfassade und das Rondell am finalen Plan. Im Innenbereich werden zur gleichen Zeit Leitungen verlegt und Böden restauriert. Auch mit der Montage der Fenster wird demnächst begonnen. Am Raiffeisenplatz haben die Pflasterungsarbeiten begonnen. Im Rahmen der umfassenden Bau- und Rstaurierungsmaßnahmen brachte das Schloss auch bislang unentdeckte, historische Schätze zum Vorschein. So fand man unter anderem eine historische Treppe im westlichen Teil des Schlosses und eine original erhaltene, holzvertäfelte gotische Stube. Auch eine vermauerte gotische Halle mit Kreuzgewölbe, ein historischer Brunnen im Arkadenhof sowie ehrwürdige Mauern im Rondell und am Hauptplatz wurden entdeckt.

„Kaisersaal wird Teil der Landesausstellung“

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird sogleich mit der Installation der Landesausstellung im Obergeschoß begonnen. „Auf einer Gesamtfläche von rund 1.500 Quadratmetern kann die Landesschau „Alles was Recht ist“ bei einem Rundgang besichtigt werden. Auch der Kaisersaal wird Teil dieses Rundganges. Zudem findet eine Ausstellung über die Geschichte des Schlosses und über das Geschlecht der Roggendorfer im Obergeschoß Platz. Im Rondell entsteht ein Bistro mit Gastgarten und Kassenbereich. Der Innenhof kann in Zukunft für diverse Veranstaltungen und für das Geschäft mit regionalen Produkten genutzt werden“, informiert Pöggstalls VP-Bürgermeisterin Margit Straßhofer. Übrigens, im Zuge der umfassenden Umgestaltungen am Hauptplatz mussten Denkmal und Brunnen weichen. Für das Kriegerdenkmal fand man bereits einen neuen Platz. Der seit dem Jahr 1923 existente Soldat mit der Aufschrift „Die Heimat ihren Helden“ wird künftig im Bereich des Friedhofes bei der St. Anna Kirche seinen Platz finden. Herausforderung:            

Barrierefreiheit

Grundvoraussetzung für die Austragung der Landesausstellung ist, dass die Räumlichkeiten barrierefrei besucht werden können. Erste Voraussetzungen im historischen Anwesen war die Installation eines Liftes im westlichen Teil. Genau dort wurde die historische Treppe gefunden. Auch der Hauptplatz wird durch die Um- bzw. Neugestaltung barrierefrei errichtet. Die Folterkammer hat bezüglich Barrierefreiheit allerdings schlechte Karten: „Das Team der NÖ Landesausstellung wird an einer Lösung arbeiten, um eventuell über Videowall einen Einblick in die Folterkammer zu gewähren. Eine barrierefreie Erschließung der Folterkammer wird jedoch auch in Zukunft aufgrund der schmalen Stufen leider nicht möglich sein“, so die Ortschefin nüchtern. Besichtigt werden kann hingegen in Zukunft das Schanzl: ein Naherholungsgebiet rund ums Schloss.  Und auch der Schlossgarten wird in den nächsten Monaten in einen Wohlfühlbereich mit Wasserspiel verwandelt.

440 Parkplätze zur Verfügung

Die Landesausstellung und die damit verbundenen Gästezahlen sind auch eine verkehrslogistische Herausforderung. So wurden nun in einem Umkreis von 300 Metern rund um das Schloss zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen, sodass den Besuchern im Jahr 2017 rund 440 Parkplätze zur Verfügung  stehen. Diese werden sich am Hauptplatz, unterhalb des BH-Gebäudes und der Sparkasse sowie im Gemeindezentrum,  am Festgelände und am Tavernplatz befinden. Wichtige Plätze, damit die erwarteten 200.000 bis 250.000 Gäste in Pöggstall bestmöglich betreut werden können.<


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