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PÖGGSTALL. Zu wild, zu fest, zu grob – der kleine, tollpatschige Bär Bummbumm spürt sich nicht – und steht im Mittelpunkt des Bilderbuches von Isolde Fehringer und Klaus Ebenhöh. Tips sprach mit Ebenhöh über das gemeinsame „Herzenswunschprojekt“.

Gemeinsam mit Isolde Fehringer publizierte Klaus Ebenhöh publizierte das Bilderbuch "Der kleine Tollpatsch BummBumm".

Der Inhalt des Bilderbuches „Der kleine Tollpatsch BummBumm“ dreht sich um das Thema Wahrnehmungsstörungen. „BummBumm“ hat eine von fünf möglichen Wahrnehmungsstörungen“, erzählt Ergotherapeutin Isolde Fehringer, die den fachlichen Background zum Buch lieferte.

Mit ihr zusammen veröffentliche der Würnsdorfer Klaus Ebenhöh dieses Herzenswunschprojekt. „Die Zusammenarbeit war sehr gut. Wir haben einmal darüber gesprochen, gemeinsam ein Kinderbuch zu publizieren“, erzählt Klaus Ebenhöh, der bereits mehrere Werke veröffentlichte. „Isolde gestaltete den Charakter, ich schrieb die Geschichte dazu nieder. Wir haben uns in der Arbeit immer wieder gegenseitig beeinflusst. Ebenso gab es einen regen Austausch mit Daniel Spreitzer, dem Illustrator des Bilderbuches“, erzählt Klaus Ebenhöh.

Plötzlich werden „komische“ Verhaltensweisen von Kindern erklärbar

„Das Buch würde ich als spannend beschreiben. Fesselnd deshalb, weil „komische“ Verhaltensweisen von Kindern plötzlich ganz einfach erklärbar werden. Wussten Sie, dass Schreibschwierigkeiten daher kommen können, weil man als Kleinkind nie gelernt hat, seine Arme und Beine über die Körpermitte zu kreuzen? Oder dass manche Kinder anderen Kindern nur deshalb weh tun, weil sie sich selbst nicht genug spüren? Ich kenne diese Verhaltensweisen aus meiner Arbeit als Ergotherapeutin sehr gut“, erzählt Isolde Fehringer.

Wechselseitiger Einfluss von Text und Bildern

„Eine Herausforderung war, dass im Kinderbuch wenig Text vorkommt, da auch die Bilder für sich sprechen. Dies ist notwendig, damit auch jüngere Kinder der Geschichte folgen können. Es ist wichtig, den zu transportierenden Inhalt in kurzen, einfachen Sätzen wiederzugeben. Spannend war auch die Zusammenarbeit mit dem Illustrator, denn zuvor hatten wir den Text. Durch den Einfluss der Bilder funktionierte dieser aber nicht mehr so, wie er sollte, und dann wurde wieder etwas abgeändert. Die Entstehung des Buches war ein Prozess, in dem wir uns immer wieder gegenseitig beeinflussten. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit, und wir konnten unser Bilderbuch in den Händen halten. Es hat letztlich länger gedauert, als wir gedacht hatten, aber Richard Pils vom Verlag Bibliothek der Provinz war von Anfang an daran interessiert und hat uns daher nie Stress gemacht“, erzählt Klaus Ebenhöh abschließend.


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