Manege frei für die Raaber Blechbuam beim Grand Prix der Blasmusik
RAAB/MÜNCHEN. Manege frei heißt es für die Raaber Blechbuam am 29. Oktober im Circus Krone in München. Mit ihrer Spielfreude und ihrem Talent konnten sie die Jury des Grand Prix der Blasmusik, einem internationalen Wettbewerb für böhmische und mährische Blasmusik, überzeugen und den Vorentscheid auf der Brass Wiesn für sich entscheiden. Jetzt geht“s für die Musiker zum Finale nach München.

„Hauptsache echt, neu, anders und selbstgemacht“ lautet der Leitsatz der Raaber Blechbuam, die seit 2008 mit ihren Blechblasinstrumenten gegen Musik aus der Steckdose kämpfen. Mit ihrer Spielfreude und ihren unkonventionellen Arrangements und Kompositionen gelingt es den Musikern aus dem Bezirk Schärding immer wieder aufs Neue das Publikum mitzureißen. So bringen sie nicht nur traditionelle österreichische und böhmische Blasmusik auf die Bühne sondern wagen sich auch an Nummern aus Pop, Funk und Balkan heran. Diese musikalische Vielfalt ergänzen sie mit Eigenkompositionen.
Raaber Musiker beim ersten Grad Prix der Blasmusik
Ihr Talent und ihre Freude an der Blechblasmusik blieb auch der Jury des Grand Prix der Blasmusik rund um Ernst Hutter, Chef der Egerländer Musikanten, nicht verborgen. Schon bei der Auswahl der Teilnehmer konnten ihr Live-Video, ihre Biografie und ihre Referenzen überzeugen. Aus allen Anmeldungen wählte die Jury die Raaber Musikanten aus und lud diese als eine von neun Kapellen zu einem von drei Vorentscheiden des allerersten Grand Prix der Blasmusik ein. Jede Band musste zwei Neukompositionen präsentieren. Das heißt diese durften weder veröffentlicht worden noch in einem Verlag erschienen sein. Die Raaber Musikanten wählten für ihren großen Auftritt zwei Stücke aus der Feder von Sebastian Schraml aus.
Von den Fans ins Finale getragen
Ihre Mitstreiter, die Blech Khopt Musikanten aus Österreich und Norbert Reiff und seine Musikanten aus Deutschland, hatten keine Chance gegen die musikalischen Innviertler. Nicht nur die Jury war begeistert vom rund 45-minütigen Auftritt der Blechbuam beim Blasmusikfestival Brass Wiesn in Eching bei München. Mit ihrem Applaus trugen die 30 mitgereisten Fans die Musikanten aus Raab ins Finale.
Ticket fürs Finale
Mit dem Sieg im Vorentscheid des internationalen Wettbewerbs für böhmische und mährische Blasmusik sichterten sich die Raaber Blechbuam ein Ticket fürs Finale am 29. August im Circus Krone in München. Dort werden die Blechbläser vor rund 4500 Zuhörern gegen eine französische und eine deutsche Kapelle antreten und haben die Chance die Trophäe des Grand Prix der Blasmusik zu gewinnen. Dem Sieger winken außerdem Auftritte auf großen Blasmusikveranstaltungen und als besonderes Highlight die professionelle Produktion einer CD. „Schon jetzt ist es für uns ein sensationeller Erfolg und eine Ehre hier mitspielen zu können“, sagt Sebastian Schraml.
INFO
Der Grand Prix der Blasmusik, ein internationaler Wettbewerb für böhmische und mährische Blasmusik, findet heuer das allererste Mal statt. Ins Leben gerufen wurde er von Georg Ried – bekannt aus dem Bayerischen Rundfunk. Der Bewerb bietet jungen, aufstrebenden Blasmusikgruppen mit sechs bis 25 Musikern eine Bühne und richtet sich an semi-professionelle Kapellen, die sonst nur an Wettbewerben wie Europameisterschaften teilnehmen können. Künftig soll dieser Wettbewerb jährlich ausgetragen werden.


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