Mühlviertler Schnellstraße in Rainbach: Einspruch für bessere Schutzmaßnahmen
RAINBACH/MKR. Die finale Einreichplanung der Asfinag zur S10-Mühlviertler Schnellstraße im Bereich Rainbach liegt zur öffentlichen Einsicht auf. Im Gegensatz zur Freistädter Umfahrung wird in Rainbach auf aufwendige Kunstbauten zum Schutz der Anrainer verzichtet.

„Auch wir in Rainbach wollen eine ordentliche Straße und keine Sparvariante!“, sagt die Bürgerbewegung für Rainbach (BBfR) und erhebt daher Einspruch gegen das Projekt.
Es geht nicht darum, die Straße zu verhindern. Aber mit dem Wissen, dass sich die S10 zu einer transeuropäischen Nord-Süd-Hauptverkehrsachse entwickeln wird, sollen verbesserte Schutzmaßnahmen erreicht werden.
„Es muss im Jahr 2020 möglich sein, Straßen zu bauen, welche sowohl die Interessen der Wirtschaft als auch die Bedürfnisse von Mensch, Tier, Natur, Umwelt und Trinkwasser erfüllen“, bemängelt die BBfR die vorliegenden Planungen. „Als derzeit verantwortliche Generation sind wir in der Pflicht, unseren Kindern und Kindeskindern eine intakte und lebenswerte Natur zu hinterlassen. Dafür setzen wir uns ein!“
Kritik an der Politik
„Der Rainbacher Bevölkerung wird von der Politik seit Jahren vermittelt, dass es gar keine Trasse geben wird, wenn wir die Sparvariante nicht nehmen. Das ist einfach nicht wahr! Nur, wenn man Verbesserungen nicht einfordert, wird man sie auch nicht bekommen“, kritisiert Klaus Reichinger von der BBfR die Vorgehensweise der Politiker.
Verzögerung wahrscheinlich
Nach ersten Sichtungen der Einreichunterlagen geben unabhängige Experten den Einsprüchen der BBfR durchaus Chancen auf Erfolg. „Die Verantwortung für etwaige Verzögerungen ist dann aber ganz alleine bei der Asfinag zu suchen. Denn durch die oberflächliche Herangehensweise der Asfinag werden die Unterlagen des Einreichprojektes überhaupt erst angreifbar“, stellt die BBfR unmissverständlich klar


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