Amag-Erweiterung: Urteil der Umweltverträglichkeitsprüfung auf Februar vertagt
BRAUNAU-RANSHOFEN. Wie Tips bereits berichtete, sorgt eine geplante Erweiterung der Gießerei der Amag für Diskussionen. Am 10. Dezember fand eine mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) statt – jedoch noch ohne Urteil, denn eingebrachte Einwände werden noch geprüft.

Fast acht Stunden dauerte die mündliche Verhandlung im Zuge des UVP-Verfahrens über die geplante Erweiterung der Gießerei in der Amag am 10. Dezember. Doch während Amag-Sachverständige das Projekt in allen Bereichen als umweltverträglich einstufen, brachte ein engagierter Anwalt der Bürgerinitiative „Gesunde Zukunft“ erneut Einwände ein. Basis dafür waren die Analyse eines von der Initiative beauftragten Gutachters und ein Biomonitoring-Gutachten der AGES, das von der Umweltanwaltschaft Oberösterreich in Auftrag gegeben wurde. Demnach sollen etwa schon jetzt an einem Punkt am Werksgelände erhöhte Dioxinwerte bestehen, die über dem toxikologischen Grenzwert liegen.
Beeinträchtigungen befürchtet
Durch die Errichtung eines neuen Schmelzofens für Aluminium-Recycling befürchtet die Bürgerinitiative eine Verschärfung bei Lärm, Verkehr und Emissionen. Für sie ist die ergebnislose Verhandlung ein erster Erfolg, denn nun müssen die Fachgutachter des Landes die vorgelegten Gutachten in diesen Bereichen einer eingehenden Überprüfung unterziehen. Der nächste öffentliche Verhandlungstermin ist für den 5. Februar festgelegt.
Keine Auswirkungen auf Ausbauvorhaben
Für die Amag habe diese zeitliche Verschiebung keine Auswirkungen auf das geplante Ausbauvorhaben, sagt Unternehmenssprecher Leopold Pöcksteiner. Bei der Auswahl der zu installierenden Anlagen werde auf höchste anlagen- und umwelttechnische Standards geachtet.


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