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URFAHR-UMGEBUNG. Nicht nur österreichweit, sondern auch im Bezirk ist die Pflege ein stets aktuelles Thema. Gerade pflegende Angehörige erleben tagtäglich große Herausforderungen. Eine Möglichkeit, sich dabei mit Menschen auszutauschen, die Ähnliches erleben, ist der Stammtisch für pflegende Angehörige. Dieser startet wieder am 30. Jänner.

Gerti Hartl aus Oberneukirchen leitet den Stammtisch und bringt selbst viel Erfahrung mit. Foto: J. Reingruber

Um 57,4 Prozent soll die Zahl der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen in Urfahr-Umgebung bis zum Jahr 2040 steigen, heißt es aus dem Büro von Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer. Zum Vergleich: 2017 waren 4.317 Menschen im Bezirk pflegebedürftig. Für 2020 rechnet man mit 4.666 Betroffenen, für das Jahr 2040 werden 7.345 Pflegebedürftige prognostiziert. Was diese Personen oft gemeinsam haben? Sie werden von ihren Angehörigen – vor allem von Frauen – gepflegt. Österreichweit sollen laut einer Studie aus dem Juni 2018 rund 900.000 Menschen in irgendeiner Art und Weise einen Angehörigen oder Bekannten pflegen und betreuen.

Viele offene Fragen

Letztere vereinen die vielen Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt – und deren Auswirkungen, die sowohl körperlicher als auch psychischer Art sein können. Hinzu kommen auch viele offene Fragen, die den Pflegenden zu schaffen machen: Wie kann man beispielsweise körperliche oder psychische Belastungen bewältigen? Wo gibt es Entlastung und Unterstützung – etwa bei rechtlichen, medizinischen oder finanziellen Fragen? Eine Möglichkeit, nicht nur Rat zu erhalten, sondern auch andere Erfahrungen zu hören, ist der Stammtisch für pflegende Angehörige.

Stammtisch findet immer einmal im Monat statt

Ein derartiger Stammtisch wurde vor zehn Jahren von AK-Leiterin Bettina Grasböck (Gesunde Gemeinde Schenkenfelden) und von AK-Leiter und Bürgermeister Josef Reingruber (Haibach-Ottenschlag-Reichenau) mit Hellmonsödt ­installiert. Heute wird der Stammtisch von den „Gesunden Gemeinden“ Haibach-Ottenschlag-Reichenau, Hellmonsödt, Reichenthal und Schenkenfelden angeboten. Einmal im Monat – immer am letzten Donnerstag – werden dort in Gesprächsrunden die unterschiedlichsten Themenpunkte rund um die Pflege behandelt und Tipps ausgetauscht.

Die Leitung hat seit jeher die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Gerti Hartl über. Diese betont, wie wichtig der Stammtisch als Plattform für die Angehörigen sei: „Es tut den pflegenden Angehörigen so gut, wenn ihnen jemand zuhört. Die Pflegenden ziehen sich oft von ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zurück, sei es aus Zeitmangel oder weil sie das Gefühl haben, diese interessiert es ja eh nicht, wenn es um das Thema Pflege und Betreuung geht. Beim Stammtisch sind auch andere Betroffene. Diese verstehen mich. Sie wissen, wovon man spricht.“ Nächster Termin ist der 30. Jänner um 19.30 Uhr im Pfarrheim Reichenau. Neu ist, dass Gerti Hartl heuer Unterstützung durch Ulrike Neumüller erhält.


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