Suchtgiftring im Innviertel ausgeforscht
RIED. Der Kriminaldienst der Polizei Ried führte seit mehreren Wochen intensive Ermittlungen nach dem Suchtmittelgesetz und konnte schlussendlich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Ried einen oberösterreichweit agierenden Suchtgiftring ausforschen. Dem Haupttäter, einem 21-Jährigen aus dem Bezirk Ried, konnte der Handel nachgewiesen werden.

Wie die Landespolizeidirektion in einer Presseaussendung bekannt gibt, hat die Polizei bei der Festnahme zirka 30 Gramm Crystal Meth, geringe Mengen Heroin und Marihuana sowie Bargeld sichergestellt. Insgesamt werden mehr als 20 Abnehmer und weitere fünf Subverteiler angezeigt. Aufgrund der Ermittlungen kam es in der Nacht zum 7. Februar zu einem Zwischenfall innerhalb des Drogenringes: Ein zum Suchtgiftkonsum befragter 37-jähriger bosnischer Staatsangehöriger aus dem Bezirk Ried fühlte sich von einem 26-jährigen Subdealer und Suchtgiftkumpanen, ebenfalls aus dem Bezirk Ried, bei der Polizei verraten.
Schlägerei führte zur Festnahme
Aus Rache lauerte er ihm vor dessen Wohnhaus auf. Nach einer Auseinandersetzung vor dem Haus flüchtete der 26-Jährige in seine Wohnung. Der 37-Jährige folgte ihm und drang gewaltsam in die versperrte Wohnung ein. In der Wohnung ergriff er eine am Ofen stehende Bratpfanne und schlug diese mehrmals gegen den Kopf des 26-Jährigen. Er beschädigte zudem diverse Einrichtungsgegenstände. Dem verletzten 26-Jährigen gelang die Flucht und er begab sich, nachdem er die Polizei verständigt hatte, in ärztliche Behandlung. Von der Staatsanwaltschaft Ried wurde die Festnahme des 37-Jährigen angeordnet. Der Festgenommene zeigte sich geständig und wurde in die Justizanstalt Ried eingeliefert. Bei den Ermittlungen im ausgeforschten Suchtgiftring konnten außerdem weitere Diebstähle geklärt und einem Drogenlenker der Führerschein abgenommen werden.


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