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RIED. Im Rahmen der Rieder Museumsnacht wird am Freitag, 19. Juni, um 19 Uhr die Ausstellung „Alfred Kubin – unbekannte Grafiken aus Privatbesitz“ eröffnet.

Alfred Kubin (1877–1959)
Alfred Kubin (1877–1959)

Aus einer Privatsammlung sind bei dieser Ausstellung mehr als 40 weitgehend unbekannte Originalgrafiken – darunter auch seltene Blätter aus der frühen Schaffenszeit – sowie zahlreiche Lithografien des „Magiers mit der Zeichenfeder“ zu sehen. Alfred KubinKubin wurde 1877 in Leitmeritz/Böhmen als Sohn eines Landvermessers geboren. Der Schmerz über den frühen Tod der Mutter, die Verzweiflung und große Härte des Vaters trieben ihn in einen ungeheuren Pessimismus. Während der Genesungszeit nach einem Nervenzusammenbruch (der seine kurze Militärzeit beendete) begann er zu zeichnen. Er ging nach München und studierte an der Akademie. Zusammen mit seiner Frau Hedwig kaufte er 1906 den Landsitz Zwickledt bei Wernstein am Inn. Kubin war der einzige Österreicher in der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“. Die Mitgliedschaft in der Innviertler Künstlergilde verankerte ihn in der Region. 1959 starb der „Mystiker des Innviertels“ in Zwickledt.Kubin war vor allem als Zeichner, aber auch als Buchillustrator tätig und schrieb 1909 den Roman „Die andere Seite“. Er illustrierte etwa 60 Bücher, darunter Werke von E. T. A. Hoffmann, Edgar Allan Poe und Fjodor M. Dostojewski. Zu Dostojewskis Erzählung „Der Doppelgänger“ schuf Kubin 60 Illustrationen – 16 davon sind in der Ausstellung zu sehen.  Kubin wandte sich in seiner Kunst stets dem Unheimlichen, Dämonischen, Grotesken und Traumhaften zu. Sein Werk wird durch die Darstellung phantastischer, zum Teil furchterregender Traumvisionen geprägt, die er in seiner charakteristischen zeichnerischen Strichführung darstellt.MuseumsnachtDas Programm der Rieder Museumsnacht ist ganz auf Alfred Kubin abgestimmt. Der renommierte Kubin-Kenner Peter Assmann gibt eine Einführung zu Kubin und dessen Werk, führt durch die Ausstellung und erzählt „Dunkle Geschichten vom Magier aus Zwickledt“ (22 Uhr). Mit Hans Erich Apostels „Kubiniana“ gibt es auch einen passenden Musikbeitrag zu Alfred Kubin. Die zehn kurzen Musikstücke werden von der aus Südkorea stammenden Pianistin Suyang Kim interpretiert (20 Uhr).


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