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RIED. Das Museum Innviertler Volkskundehaus ist nicht nur für seine Schwanthaler-Sammlung und die reichen Bestände der Volkskunst, sondern auch für die hervorragenden Bestände der Galerie bekannt, in der die bildende Kunst des Innviertels vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert wird.

Sieglinde Frohmann, Leiterin der Kulturabteilung, vor den Werken Dachauers Foto: Kulturabteilung
Sieglinde Frohmann, Leiterin der Kulturabteilung, vor den Werken Dachauers Foto: Kulturabteilung

Herausragende Künstlerpersönlichkeiten sind Aloys Wach, Alfred Kubin und Margret Bilger ebenso wie die Rieder Maler Wilhelm Traeger, Walther Gabler oder Wilhelm Dachauer. Letzterem ist nun eine einzigartige Retrospektive gewidmet, bei der 160 Werke aus allen Schaffensperioden zu sehen sind. Besonders spannend sind einige Werkreihen, die den künstlerischen Schaffensprozess von der Zeichnung über die Ölskizze bis zum fertigen Bild nachempfinden lassen.

Zur Vita Dachauers

Wilhelm Dachauer, 1881 als Sohn eines Uhrmachers in Ried geboren, musste zuerst eine Lehre als Zimmer- und Dekorationsmaler absolvieren, ehe er mit dem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste beginnen durfte. Die meisten seiner Bilder haben die ländliche Idylle zum Thema. Bereits 1913 trat Dachauer erstmals mit solchen Gemälden in der Wiener Secession an die Öffentlichkeit. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie zog sich Dachauer nach Ried zurück. Im Garten seines Schwagers Rudolf Schober an der Peter-Rosegger-Straße durfte er sich eine Baracke bauen, die ihm jahrelang als Atelier diente.

Ziel der Ausstellung

Das Ziel der Ausstellung im Museum Innviertler Volkskundehaus ist es, das breite Spektrum von Dachauers Schaffen sowohl in allen Epochen als auch in allen Genres aufzuzeigen. Die ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Museums Innviertler Volkskundehaus, für das 1963 ein großer Teil seines künstlerischen Nachlasses angekauft wurde, aber auch aus Privatbesitz.

Parallel zu seinen malerischen Werken wurde Dachauer durch seine Notgeld-, Geldschein- und Briefmarkenentwürfe einem breiteren Publikum bekannt: Er gestaltete mehrere österreichische Briefmarkenausgaben.

Öffnungszeiten

Kirchenplatz 13, 4910 Ried

Dienstag bis Freitag 9 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr, Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen

07752/901-301


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