Tierschutzverein: „In vielen Köpfen ist noch immer der Gesundheitswurf verankert“
RIED. Beatrix Wöhrer, Obfrau des Tierschutzverein (TSV) Ried, leistet seit Jahren Pionierarbeit. Immer wieder wird die engagierte Tierschützerin mit Ausreden, warum die Katze nicht kastriert ist, konfrontiert.

„In den Köpfen der Leute ist noch immer der Gesundheitswurf verankert. Andere wiederum meinen, dass die Kinder mal sehen möchten, wenn kleine Katzenbabys zur Welt kommen. Das muss man den Kindern erklären, dass das gesetzlich geregelt ist“, erzählt Beatrix Wöhrer. Erst kürzlich wurde die Obfrau des Tierschutzvereines von einer Frau angerufen und gebeten, zehn verwilderte Katzen abzuholen. „Es könnte sehr viel Tierleid vermieden werden, würden sich die Leute an das Kastrationsgesetz halten“, betont Beatrix Wöhrer und weist darauf hin, dass auch das an- und abfüttern von Katzen gesetzlich verboten ist. Das heißt, eine Katze taucht auf und wird immer wieder gefüttert. Wenn sie dann ein oder zwei Würfe hat, ist der vermeintliche Katzenbesitzer mit zehn bis 15 Katzen überfordert, weil sie alle verwildert sind. Dann wird der TSV angerufen, dass ein Rudel verwilderter Katzen gesichtet wurde, die niemandem gehören. „Meist sind das Privatpersonen, von einem Bauernhof müssen wir eigentlich nie Katzen abholen. Erst kürzlich konnten wir auf einem Sacherl einige Katzen unterbringen“, untermauert Wöhrer.


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