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RIED. Die Rieder Krankenschwester/Altenpflegerin Isabelle Ntumba ist Obfrau des Vereins „Licht am Horizont“, der sich seit zehn Jahren um Straßenkinder in Mbuji-Mayi, einer Zwei-Millionen-Stadt in der südlichen Landesmitte der Demokratischen Republik Kongo, kümmert und dort ein Kinderheim betreibt.

  1 / 6   In dem Heim von „Licht am Horizont“ werden 28 Kinder von fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut.

Das Vereinsjubiläum wird am 18. März mit einem Benefizfest in der Arbeiterkammer mit viel Musik und köstlichen afrikanischen Speisen gefeiert. Isabelle Ntumba wird dabei das Projekt vorstellen. An den künstlerischen Darbietungen beteiligen sich ihre Töchter Ornella und Dorothee Dikebo und ihr Sohn Jeremy Dikebo, außerdem der Schülerinnen-Chor 1 Alpha der NMBS1 in Ried, die Vormooser Dirndln, die Young Voices der LMS Ried, Gerda Taferner (Zither), Pulsatilla De5, Afro Gospel aus Wien und die Kenya-Flex-Akrobaten.

Auszeichnungen

Für ihre Arbeit, die auch Vorträge in Schulklassen beinhaltet, wurde Isabelle Ntumba 2014 mit dem Solidaritätspreis der Kirchenzeitung ausgezeichnet. „Das war eine schöne Anerkennung und hat mir viel Power gegeben“, sagt sie. Einen anderen Ehrentitel erhielt sie inoffiziell in Mbuji-Mayi: Dort wird sie nicht nur von den Kindern im Heim „Maman Isabelle“ genannt.

„Ich will das Leben der Kinder heller machen“, sagt sie zu ihrer Motivation, „das liegt mir in der Natur.“ Kraft dafür schöpft sie auch aus ihrem Glauben – zuletzt hat Isabelle Ntumba ein Bibelstudium einer Freien Christengemeinde abgeschlossen. Weil sie auch hier zu Lande Hilfsbedarf sieht (“Hier ist es eine andere Art der Finsternis.“), leitet sie das Frauenfrühstück im Treffpunkt der Frau im Rieder Franziskushaus.

Instabile Lage

Die politische Lage im Kongo ist wieder einmal instabil. Weil dadurch viele Leute ihre Arbeit verlieren, steigt die Kriminalität – auch das Heim von Licht am Horizont wurde bereits zwei Mal beraubt.

Abgesehen davon gehe es mit dem Heim in Mbuji-Mayi aber bergauf, berichtet Isabelle Ntumba. Besonders wichtig ist die regelmäßige Wasserversorgung. Der Wassertank, der diese ermöglicht, wurde 2011 aus Spenden finanziert. Aktuell braucht der Verein das Spendengeld vor allem für die Sanierung der Schutzmauer um das Gebäude und für die Reparatur des Daches. Sachspenden werden nicht mehr gebraucht. „Es war sehr mühsam, die Lieferungen nach Afrika zu bekommen“, erinnert sich Ntumba. Die benötigten Güter werden jetzt vor Ort gekauft.

In dem Haus kümmern sich fünf Mitarbeiter um die derzeit 28 Kinder – Straßenkinder, die durch den jahrelangen Bürgerkrieg oder durch Krankheiten (vor allem Malaria oder AIDS) ihre Eltern verloren haben. „Früher konnten wir den Kindern nur ein Essen bieten, mittlerweile ist das Haus ein richtiges Heim“, berichtet Isabelle Ntumba. Die Kinder haben es nicht weit zur Schule. „Ein Junge, der von Anfang an dabei ist, geht jetzt in die Maturaklasse“, freut sich Isabelle Ntumba.

Benefiz-Veranstaltung


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