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RIED. Architektur wird als die Mutter aller Künste bezeichnet. Da ist es logisch, dass sich auch die Innviertler Künstlergilde (IKG) mit einem interessanten Projekt an den Architekturtagen 2019 beteiligt.

  1 / 4   Werner, Maximilian und Florian Bauböck (v. l.) beim Erstellen des Stadtmodells (Foto: Architekturbüro Bauböck)

„myRiad“ ist eine interaktive Installation im IKG-Begegnungsort Gilde, die Bewohner und Nutzer der Stadt auffordert, diese nach ihren Wünschen und Träumen zu verändern. Eröffnet wird die Ausstellung am 15. Mai.

Das Stadtmodell und die dazu gehörigen Informationen wurden von den Architekten Werner Bauböck, Andreas Matulik, Heinz Plöderl und Peter Wimmesberger gestaltet. Sie sind Mitglieder der Künstlergilde und setzen sich in dieser Ausstellung mit dem Thema der Architekturtage, „Raum Macht Klima“, auseinander.

Neugestaltung

Mit farblich neutral gehaltenen Bauklötzen können die Besucher die Stadt Ried im Modell „ohne Rücksicht auf Verluste“, wie der Rieder Stadtplaner Werner Bauböck sagt, gestalten. Lediglich einige denkmalgeschütze Gebäude, wie die Stadtpfarrkirche oder das Rathaus, können nicht verschoben oder beseitigt werden.

Jedes fertige „Redesign“ wird fotografiert und auf der Website myried.at hochgeladen. Dabei kann der Gestalter auch einen Kommentar hinterlassen.

Wer für seine individuelle Stadtplanung theoretisches Rüstzeug sucht, findet in der Ausstellung auch Informationen zu Flächenwidmung und Bebauungsplänen sowie zu Freiräumen und zur Nutzung des öffentlichen Raumes.

Großes Interesse

Florian Bauböck: „Das Interesse an Architektur und Stadtplanung ist sehr groß. Wir wollen mit dieser Ausstellung einen spielerischen Zugang zur Stadtplanung schaffen und den Leuten gleichzeitig das Thema näher bringen. Wir erarbeiten auch ein pädagogisches Konzept, um damit an die Schulen gehen zu können.“

IKG-Vorsitzender Walter Holzinger sagt: „myRiad ist für alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen offen, auch für so genannte Subkulturen. Wir wollen alle erreichen.“

Bei der Installation geht es auch um Themen wie die Nutzung des öffentlichen Raumes oder die Aktivierung von Wohnraum.

Bürgermeister Albert Ortig: „Diese Themen betreffen fast jede Gemeinde. Bei uns arbeitet das Stadtmarketing daran, Leerstände weg zu bekommen. Wir wollen aber auch wieder mehr Wohnraum in der Stadt aktivieren – auch weil das Wohnen im Umland Probleme mit dem Verkehr und Emissionen erzeugt.“

Vernissage:

  • Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr
  • Ried, Begegnungsort Gilde, Kirchanplatz 11

Finissage:

  • Freitag, 19. Juni, 19 Uhr

geöffnet: jew. Mi., 16-19 Uhr; am 24. und 25. Mai von 10-19 Uhr; bei Voranmeldung unter myriad@gmx.at;

  • Info: www.myriad.at

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