RIFA: Ein Fest zum 33. Geburtstag
RIED. Es begann 1986 mit einer Tischlerwerkstatt in einer aufgelassenen Limonadenfabrik: Eine Gruppe engagierter junger Menschen legte damit den Grundstein zur Rifa, der „Rieder Initiative für Arbeit“. Das Ziel: arbeitslose Menschen zu begleiten, auszubilden und in den Arbeitsprozess einzugliedern. Heute ist die Rifa ein weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekanntes Vorzeigeprojekt. In der Rieder Bauernmarkthalle wurde mit vielen Gästen sowie Rück- und Ausblicken gefeiert.

„Wir waren eine junge Truppe, und es hat einfach nur Spaß gemacht“, erinnerte sich Gerhard Straßer in seiner Festrede an die Anfänge. Der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice (AMS) Oberösterreich war einer der Gründer der Rifa. Gab es anfangs nur den besagten Tischlerlehrgang, kamen bald weitere Betätigungsfelder dazu: Mobile Betreuung und Hilfe, Verwertung von Altstoffen, ein Übungshotel zu Ausbildungszwecken und ein Secondhand-Shop (die „Fundgrube“).
Lehre in jedem nur denkbaren Beruf
Darüber hinaus hat die Rifa bis heute 150 ihrer Schützlinge zur erfolgreich abgelegten Lehrabschlussprüfung begleitet. Möglich ist das in jedem nur denkbaren Lehrberuf: eine Sache, die in Österreich einmalig ist. Das AMS ist bis heute ein wichtiger Partner der Rifa, wie der Leiter des AMS Ried, Klaus Jagereder, betonte. Zur Feier geladen war auch Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, die sich dafür bedankte, dass „die Rifa die Leute auffängt, wenn es notwendig ist.“ Vor allem im Pflegebereich werde es in den kommenden Jahren viel Personalbedarf geben. „Jede Idee, die hier Abhilfe schafft, ist willkommen“, so Gerstorfer.
Gelebte Nachhaltigkeit
Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz von den Grünen lobte die „gelebte Nachhaltigkeit“ der Rifa, weil sie etwa gebrauchte Sachen aus der Sperrmüllsammlung oder aus Räumungen aufbereitet und wieder unters Volk bringt. „In der Rifa sind Umwelt, Wirtschaft und Soziales gut vereint“, so Schwarz.“Die Rifa ist ein Anker in der Stadt und beispielgebend für Solidarität und Miteinander“, meinte Rieds Bürgermeister Albert Ortig. Auch die Stadt ist Partner der Rifa und arbeitet in der Grünraumpflege mit ihr zusammen.Durch den Abend führte Monika Krautgartner, die Percussiongruppe „Salsador“ sorgte für Schwung. Neben den Ehrengästen, der Geschäftsführung und dem Vorstand genossen auch viele Mitarbeiter der Rifa den Abend.


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