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Tips-Weihnachtsaktion „Glücksstern“ unterstützt heuer das Mobile Palliativ Care Team Innviertel

Walter Horn, 25.11.2019 18:42

RIED/INNVIERTEL. Mit der Weihnachtsaktion „Glücksstern“ unterstützt Tips jedes Jahr Menschen, die in Not geraten sind, oder Vereine und Organisationen, die sich für diese Menschen engagieren. Heuer werden Tips Ried und Tips Schärding gemeinsam das Mobile Palliative Care Team Innviertel unterstützen.

  1 / 2   Das Mobile Palliativteam Ried (v. l.): Petra Humer, Gabriele Raab-Obermayr, Gabriele Sternbauer-Leeb (Foto: Rotes Kreuz / Finsterer)

Wie in einer Palliativstation im Krankenhaus bietet das mobile Palliativteam Betreuung für Patienten und auch für deren Angehörige, wenn eine Erkrankung eine Phase erreicht hat, in der Heilung nicht mehr möglich scheint – nur eben nicht im Krankenhaus, sondern beim Patienten zu Hause.

Die mobile Palliativpflege spannt somit eine Brücke zwischen stationärer und häuslicher Pflege und ist eine zusätzliche Leistung neben den bestehenden Pflegediensten und Hausärzten. Für die Patienten sind die Leistungen kostenlos. Finanziert wird der Dienst überwiegend vom Land OÖ.

Ziel ist Lebensqualität

„Oberstes Ziel ist“, sagt Teamleiter Johann Gabriel, „den Patienten, die keine weitere invasive Therapie wünschen, eine möglichst gute Lebensqualität zu bieten und ihnen ihre Selbstständigkeit zu lassen.“

Die Patienten sollen ihre letzte Zeit in einem angenehmen Zustand zuhause verbringen können. Dabei hat die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Begleitsymptomen eine mindestens ebenso große Bedeutung wie die psychosoziale Begleitung. Gabriel: „Unsere Wegbegleiter in diesen Zeiten sind Angst und Verzweiflung.“ Relativ häufig sind es aber die Angehörigen, die nicht akzeptieren wollen, dass es zu Ende geht. Gabriel: „Die meisten Kranken haben ein gutes Gefühl dafür, wie es ihnen geht.“

Seit 2012

Entstanden ist das Mobile Palliativ-Team 2012 aus der Heimkrankenpflege. Mittlerweile sind in Schärding, Ried und Braunau jeweils drei Betreuerinnen tätig, dazu kommt Teamleiter Gabriel. Außerdem gibt es in jedem Bezirk einen Palliativarzt. Diese Zusammenarbeit, so Gabriel, funktioniere ganz hervorragend. Aktuell werden im Innviertel rund 150 Personen mobil betreut – Tendenz stark steigend.

Hohe Anforderungen

Die Anforderungen an den Beruf sind hoch. Das Palliativteam Inn­viertel besteht aus Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen mit Zusatzausbildung. Zur Unterstützung der Palliativpflegerinnen gibt es Supervisionen, aber vor allem, sagt Gabriel, müssen die Betreuer als Person selbst stark sein. „Es gibt immer wieder Teambesprechungen und als Teamleiter versuche ich, hellhörig zu sein“, sagt er. „Manchmal ist es trotzdem eine Gratwanderung.“

„Erfolgserlebnisse“

Dass die Palliativpflege kein Beruf wie jeder andere ist, zeigt sich auch daran, wie Johann Gabriel auf die Frage nach Erfolgserlebnissen antwortet: „Für uns ist es ein Erfolg, wenn ein Patient, so wie er es gewünscht hat, zuhause friedlich und schmerzfrei sterben kann.“

Schwieriges Thema

Wenn Menschen oder ihre Angehörigen nicht gerade selbst betroffen sind, ist Mobile Palliativpflege ein Thema, vor dem sie eher die Augen verschließen. Gabriel ist sich dieser Problematik bewusst: „Als Teamleiter habe ich mit der Betreuung nicht so viel zu tun, aber sehr viel mit den Erstkontakten. Wenn das Wort „palliativ“ fällt, reagieren viele Leute emotional, weil damit verbunden ist, dass es ans Sterben geht. Es muss aber allen bewusst sein, dass wir für jemanden in einer sehr schwierigen Situation das Beste tun wollen.“

Spenden

Spenden an das Palliativteam kommen den Kranken zugute. Gabriel: „Wir kaufen davon vor allem „Pflege-Wohlfühlprodukte“ wie Mundpflege-Artikel, die den Kranken helfen, wenn sie nicht mehr gut schlucken können, oder Öle.“

Spendenkonto

  • Rotes Kreuz, Landesverband OÖ, Kennwort: Glücksstern
  • AT36 4480 0380 6338 0000
  • Die Spende ist steuerlich absetzbar. Dafür bitte vollständigen Namen, Geburtsdatum und Adresse angeben.

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