Algenblüte im Stadtparkteich
RIED. Wie alle Jahre in den Sommermonaten, wenn sich die Gewässer erwärmen und entsprechende Temperaturen erreichen, bildet sich an der Wasseroberfläche des Teiches im Rieder Stadtpark ein hellgrüner, nicht gerade ansprechender Algenteppich.

Begünstigt wird dieses Algenwachstum zusätzlich durch einen beträchtlichen Nährstoffgehalt im Wasser. „An sich ist das eine völlig natürliche Erscheinung, von vielen Parkbesuchern wird sie aber als grobe Verunreinigung empfunden und es wird vereinzelt sogar gefordert, man sollte dagegen doch etwas unternehmen“, weiß der Rieder Algenexperte Rupert Lenzenweger.
Um etwas zur Aufklärung beizutragen, hat Rupert Lenzenweger die Algenwatten mikroskopisch untersucht und festgestellt, dass es sich im Wesentlichen um ein Gewirr von Fäden der Schraubenalge (Spirogyra) handelt, eine Grünalge, deren Zellen lange Fäden bilden. Diesen Namen verdankt sie dem schraubig gewundenen Farbstoffträger (Chromatophor) im Zellinneren.
„Wenn sich im Herbst durch sinkende Wassertemperaturen die Lebensbedingungen für die Algen verschlechtern, sterben sie ab und bilden sogenannte Dauersporen, die am Grunde des Teiches überwintern, um im nächsten Frühjahr zu keimen und neuerlich eine Algenblüte zu bewirken“, so der Algenexperte.


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