Hilfsverein bittet um Unterstützung
RIED. Seit mittlerweile 27 Jahren unterstützt der Verein „Ried im Innkreis hilft Rumänien“ ein Kinder- und Säuglingsheim in Temesvar.

Obfrau Anneliese Hois war schon wenige Tage nach dem Umsturz in Rumänien zum ersten Mal in Temesvar und organisiert seitdem mehrere Hilfstransporte jährlich.
Auf ihren Fahrten, bei denen sie seit Jahren von dem ehemaligen Volksschuldirektor von Waizenkirchen, Josef Bauer, und Fahrer Rudolf Gaisböck unterstützt wird, bringt Anneliese Hois vor allem hochwertiges Milchpulver und dringend benötigte Medikamente nach Rumänien, aber auch Spezialnahrung gegen Durchfallserkrankungen, Lebensmittel sowie Pflege- und Waschmittel.
Über die Jahre hat der Verein auch dafür gesorgt, dass das Gebäude selbst in halbwegs gutem Zustand ist und beispielsweise die Heizung funktioniert. Bei jedem Besuch, erzählt Hois, hören die Helfer aus Oberösterreich dieselbe bange Frage der Heimleiterin, ob es eine nächste Hilfsfahrt geben wird.
Verantwortung
„Als einzig verbliebener Unterstützer tragen wir besondere Verantwortung für diese humanitäre Einrichtung mit rund 80 Plätzen“, sagt sie. „In 27 Jahren konnten wir dank großzügiger Spenden aus Oberösterreich ganz viel wertvolle Aufbauarbeit leisten. Nun soll der vergleichsweise gute Standard gehalten werden.“
Die Situation in Rumänien bessert sich kaum. „Viele Familien geben ihre Kleinen aus Verzweiflung ins Heim, weil sie sie nicht ernähren können oder weil ihnen das Geld für medizinische Betreuung und nötige Medikamente fehlt. Wenn sie mit ausgewogener Ernährung und Heilnahrung aufgepäppelt sind, können sie ihren Eltern wieder anvertraut werden.“
Korruption und Arbeitslosigkeit
Die Korruption in Rumänien – einem der ärmsten Länder Europas – „blüht“ leider auch im Gesundheitswesen, und von staatlicher Seite gibt es viel zu wenig Zuwendung. Erschwert wird die triste Lage obendrein noch durch eine extrem hohe Arbeitslosigkeit. Leidtragende sind die Bedürftigen, Schwachen und Kranken. Viele Kinder und Jugendliche leben auf der Straße und in Großstädten sogar in unterirdischen Kanalanlagen.
Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Im Raum Temesvar herrsche rege Bautätigkeit, berichtet Hois, aber von diesen schönen neuen Häusern könnten die armen Leute in ihren armseligen Behausungen nur träumen.
Kein Weihnachtsmarkt
Auf die Stadt Ried ist Anneliese Hois im Moment nicht so gut zu sprechen, weil der traditionelle Weihnachtsmarkt am 8. Dezember heuer nicht stattfindet: „Das war immer eine große Einnahmequelle für uns und andere Vereine.“ Um so mehr ist der Verein auf die Großzügigkeit und Großherzigkeit der Spender angewiesen, um dieses humanitäre Projekt fortsetzen zu können.
Spendenkonto
- Verein Ried i. I. hilft Rumänien
- AT 50 2033 3000 0002 1337


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