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RIED. Vor mehr als zehn Jahren haben die ersten Absolventen die HTL für Maschinenbau in Ried abgeschlossen. Heute stehen die „Pioniere“ von damals längst in namhaften Firmen erfolgreich ihren Mann oder ihre Frau, denn auch zahlreiche Mädchen haben inzwischen diese Schule absolviert.

  1 / 2   Die Fill-Mitarbeiter Christoph Riegler (l.) und Thomas Stockhammer absolvierten die HTL Ried. (Foto: haslinger pr)

So unterschiedlich ihre Aufgaben nun sind: Probleme, einen Arbeitsplatz zu finden, kennen sie alle nicht. Im Gegenteil: „Schon nach der Matura hatte ich 15 bis 20 Angebote, ohne jede Bewerbung. Und bis heute bekomme ich Post von Firmen, die mir einen Job anbieten“, erinnert sich Christoph Riegler. Der Hohenzeller ist Projektmanager für Anwendungstechnik bei Fill in Gurten.

Karrierewege

Dort arbeitet auch sein Schulkollege Thomas Stockhammer aus Waldzell. Auch er ist nach der Matura beim international renommierten Maschinenbauer eingestiegen, hat sich als Konstrukteur auf den Sondermaschinenbau spezialisiert und ist jetzt verantwortlich für die Konstruktion von Gießereimaschinen für große Automobilhersteller wie Daimler und Audi.

  • „Man lernt an der HTL Ried vieles, von der Mechanik bis zur Elektrotechnik. Durch dieses breite Spektrum stehen unterschiedliche Wege offen, die sich oft erst nach dem Berufseinstieg ergeben.“ - Thomas Stockhammer, Fill

Für viele Berufswege gerüstet

Ob Projektmanagement oder Konstruktion: „Mit unserer Ausbildung an der HTL Ried waren wir für beide Wege gerüstet“, stellen die beiden übereinstimmend fest. Innovativ und „extrem lässig“ sei die Ausbildung gewesen. Besonders gut in Erinnerung ist ihnen, dass die – damals noch private – Schule von Anfang an mit bester Computertechnik ausgestattet war. Dafür sorgten stets die im HTL-Förderverein vertretenen Leitbetriebe der Region.

„Zackig ist“s gegangen!“: So beschreibt Adis Memic seinen Start in den Beruf. Sofort nach der Matura im Jahr 2008 stieg er als Konstrukteur bei Scheuch in Aurolzmünster ein. Heute entwirft er dort Sonderkonstruktionen im Metallbau. Das bedeutet immer wieder neue Herausforderungen und Lösungen: „Es ist schon toll, wenn man vor einer haushohen Anlage steht und sich denkt: Das alles war am Anfang nur auf meinem Bildschirm“, sagt der Rieder.

Mit offenen Armen empfangen

Als HTL-Ried-Absolvent sei er beim weltweit tätigen Luft- und Umwelttechnik-Spezialisten mit offenen Armen empfangen worden, betont Adis Memic und stimmt darin mit Walter Hochhold überein. Auch der hatte als frischgebackener HTL-Maturant gleich mehrere Job-Zusagen in der Tasche; das Angebot von Scheuch überzeugte ihn schließlich am meisten.

  • „Durch die Maschinenbau-Ausbildung an der HTL Ried war ich beim Start in den Job breit aufgestellt und gut vorbereitet für die Spezialisierung, die dann im Unternehmen erfolgte.“  - Adis Memic, Scheuch

Heute ist der Utzenaicher als Projektleiter für Scheuch-Kunden in der Stein-Erden-Industrie rund um den Globus unterwegs. Einer seiner Beweggründe, sich im Jahr 2003 als 14-Jähriger für die damals ganz neue HTL Ried zu entscheiden, waren die ausgezeichneten Berufschancen.

Unternehmen suchen Techniker

Das ist jetzt nicht anders: Alleine die großen Unternehmen in der Region sind auf der Suche nach hunderten gut ausgebildeten Technikern. Entsprechend stark gefragt sind die Rieder HTLer: „Bei uns arbeiten derzeit 66 Absolventinnen und Absolventen der HTL Ried“, erklärt Fill-Geschäftsführer Wolfgang Rathner: „Ohne diese Schule hätten wir heute nicht diese Unternehmensgröße!“


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