Caritas: Gemeinsamer Weg aus der Krise
RIED. Ob jemand Anspruch auf die Caritas-Hilfe hat, wird anhand der Einkommens- und Ausgabensituation genau geprüft. Dazu müssen das gesamte Einkommen, Fixkosten wie Miete, Strom, Heizung etc. und die Kontoauszüge vorgelegt werden. Gemeinsam wird ein langfristiger Weg aus der Krise erarbeitet.

„Als erste Hilfe um eine akute Notsituation zu überbrücken, geben wir Lebensmittel- und Bekleidungsgutscheine aus. Wenn erforderlich, werden auch Zuschüsse zu Heizungs-, Strom- oder Mietrechnungen gewährt, allerdings nicht langfristig, sondern immer nur als Überbrückungshilfe“, erklärt Christine Oberndorfer von der Caritas Ried.
Unterstützung für 212 Menschen in Ried
Im Vorjahr wurden von den Mitarbeitern der Caritas-Sozialberatungsstelle in Ried 170 Beratungsgespräche geführt. Insgesamt erreichte die Unterstützung der Caritas 212 Menschen – davon waren ein Drittel Kinder. Besonders von Armut betroffen sind Familien mit mehreren Kindern und Alleinerzieher. 145 Familien beziehungsweise Alleinerzieher mit ihren Kindern aus dem Bezirk konnte die Sozialberatungsstelle im Vorjahr unterstützen. Bei rund 60 Prozent der Vorsprachen ging es dabei um Probleme mit den Wohn- und Energiekosten. Im Schnitt müssen die Caritas-Klienten rund 40 Prozent ihres ohnehin geringen Einkommens für Wohnen und Energie aufbringen. Laut Statistik Austria sind die Mietpreise auf dem freien Wohnungsmarkt in den letzten zehn Jahren um 36,4 Prozent gestiegen. „Gerade bei Familien belasten die hohen Wohnkosten das Haushaltsbudget noch zusätzlich enorm“, so Oberndorfer.
Haussammlung nicht nur für Sozialberatungsstelle
Die Caritas kann den Menschen nur dank der Spenden helfen, um die im April und Mai wieder Ehrenamtliche bei der Haussammlung bitten. Freiwillige Mitarbeiter aus den Pfarren gehen dabei von Tür zu Tür und bitten um Spenden. Das Geld kommt ausschließlich der Hilfe für Menschen in Oberösterreich zugute – und sichert das Bestehen von Caritas-Einrichtungen wie zum Beispiel den zwölf Sozialberatungsstellen, dem „Haus für Mutter und Kind“, dem „Krisenwohnen“, sieben „Lerncafés“, in denen Kinder kostenlose Lernförderung erhalten, und dem „Help-Mobil“, einer medizinischen Notversorgung für Obdachlose in Linz.


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