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Starke Elfmeterschützen brachten die SV Josko Ried in die dritte Cuprunde

Walter Horn, 24.09.2015 14:49

Ried. Drei Heimspiele in einer Woche, Liveübertragung im Fernsehen und ein kalter Abend; kein Wunder, dass nur 2053 Zuschauer – die Treuesten der Treuen – Zeugen des Sieges der SV Josko Ried im Elfmeterkrimis gegen den WAC waren. von WALTER HORN

"Weg da!" Oliver Kragl (SVR) setzt sich gegen Christopher Wernitzinig durch. (Foto: GEPA/Ertl)
  1 / 3   "Weg da!" Oliver Kragl (SVR) setzt sich gegen Christopher Wernitzinig durch. (Foto: GEPA/Ertl)

Diese Schar bekam aber nach einer Aufwärmphase beider Mannschaften etwas geboten für ihr Geld.

Das Spiel begann, wie die meisten Herbst-Cupspiele der SVR, verhalten. Nach 14 Minuten verpasste Gavilan einen tollen Pass von Kragl, acht Minuten später wehrte Gebauer einen Hellqvist-Schuss aus kurzer Distanz ab. Die beste Chance der ersten Halbzeit vergab Elsneg, dessen Schuss (wieder nach Zuspiel des überragenden Kragl) von einem Verteidiger zur Ecke abgefälscht wurde.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel intensiver, blieb aber mit drei gelben Karten sehr fair. Nach einem Zwischenhoch der Gäste übernahm die SVR immer mehr die Kontrolle und hatte auch deutlich mehr und bessere Chancen, unter anderem von Kragl (66.), Möschl (85.) und Walch (91.). Sie schossen aber knapp daneben oder scheiterten am starken Gästetorwart Drobnik.

Der WAC kam so gut wie nie gefährlich in den SVR-Strafraum und versuchte es meist mit flachen Fernschüssen, die aber allesamt leichte Beute für Torhüter Gebauer waren.

 In der Verlängerung ging es in dieser Tonart weiter. Reifeltshammer (103., nach Kragl-Freistoß) und Filipovic mit einem tollen Flugkopfball nach Eckball von Walch (114.) hatten die besten Möglichkeiten, kurz vor Schluss fing Gebauer noch einen verdeckten Schuss von Jacobo.

Starke Elfmeterschützen

Im Elfmeterschießen zeigten die Gastgeber Nervenstärke: Trauner, Ziegl, Filipovic, Möschl und Kragl verwandelten traumwandlerisch sicher – ohne das vorher trainiert zu haben, wie Patrick Möschl nachher sagte. Auf Wolfsberger Seite knallte Baldauf den Ball an die Unterkante der Latte, von wo er vor die Linie abprallte.

Mannschaftskapitän Thomas Gebauer kritisierte trotz des Sieges, dass die SVR den Gegner mit „zu vielen Fehlern“ stark gemacht habe. „Letztlich zählt aber nur der Aufstieg!“

Logisches 0:0

Dass das Spiel nach 120 Minuten 0:0 stand, wunderte Trainer Paul Gludovatz nicht: „Das ist fast logisch, weil zwei Mannschaften aufeinander trafen, die in der Meisterschaft wenig Tore schießen.“ Zudem spielten beide Teams „mit einer ähnlich gearteten Anlage. Wolfsberg war etwas kombinationssicherer, dafür sind wir den einen oder anderen Schritt mehr gelaufen.“

Das Elfmeterschießen wollte sich Gludovatz zunächst zusammen mit der Mannschaft vom Mittelkreis aus ansehen. Weil es aber eine Regel gibt, nach der nur die elf Spieler auf dem Platz sein dürfen, die zum Spielende im Einsatz waren, verzichtete er ganz und verschwand im Kabinengang.

Achtelfinale

Das Achtelfinale wird am 27. und 28. Oktober gespielt und am Sonntag, 27. September, im Rahmen der Sendung „Sport am Sonntag“ in ORF1 ab 18 Uhr ausgelost.


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