Trainingsauftakt bei der SV Guntamatic Ried: Zehn Neue und ein Trainer, der den Druck genießt
RIED. Mit 17 Spielern begannen Cheftrainer Lassaad Chabbi und sein Trainerteam das erste Training der SV Guntamatic Ried. Zur anschließenden Pressekonferenz, bei der der Verein seine Pläne für die Saison und das neue Leitbild vorstellte, traf dann auch Neuverpflichtung Nummer zehn, Seifedin Chabbi, ein. Saisonziel ist ganz klar der sofortige Wiederaufstieg.

Vom Kader der vorigen Saison sind nur sieben Spieler übrig: Thomas Gebauer, Thomas Reifeltshammer, Ronny Marcos, Thomas Fröschl, Clemens Walch, Ersatztorhüter Reuf Durakovic und Marcel Ziegl, der wegen seines Kreuzbandrisses bestenfalls am Ende der Herbstmeisterschaft, wahrscheinlich aber erst nach der Winterpause wieder spielen kann.
Neue Mannschaft
Bis zum Trainingsauftakt nahm die SVR zehn neue Spieler unter Vertrag, dazu kamen zwei von den Jungen Wikingern (wie das Amateurteam künftig heißen wird) zu den Profis.
Laut Manager Fränky Schiemer sollen noch ein oder eventuell zwei Spieler für die Position rechts hinten sowie möglicherweise noch ein Mittelfeldspieler verpflichtet werden. Schiemer: „Ich gehe davon aus, dass wir einen Kader von 23 Mann haben werden, damit jede Position doppelt besetzt ist.“
Fluktuation
Große Fluktuation im Kader sei generell nicht gut, meinte der Manager, aber momentan notwendig: „Wir können die Situation nutzen, um einen Schnitt zu machen.“
Dass die meisten Spieler Zwei- oder Dreijahresverträgen erhielten, habe einen Grund: „Wir wollen nicht wieder so einen Umbruch. Wir wollen uns mit dieser Mannschaft in der Bundesliga etablieren.“
Leitbild
Dieses Ziel entspricht auch dem neuen Leitbild des Vereins, das Vorstand Karl Wagner vorstellte. Unter dem Punkt „Erfolg“ steht dort: „Unser Ziel ist es, in der oberen Tabellenhälfte der höchsten österreichischen Spielklasse positioniert zu sein.“
Dafür reicht ab 2019 schon Platz sechs.
Konkurrenten
Auf die Frage nach den größten Konkurrenten im Aufstiegskampf zählte Schiemer fast die ganze Liga auf: „Lustenau wird sicher wieder eine schlagkräftige Mannschaft haben. Innsbruck hat sich sehr gut verstärkt, Liefering ist zum Glück nicht aufstiegsberechtigt. Kapfenberg, Blau-Weiß Linz und Wiener Neustadt darf man nicht unterschätzen.“
Über die eigene Mannschaft sagte er: „Wir haben den stärksten Kader, davon bin ich überzeugt. Das ist aber keine Garantie für den Aufstieg. Im Fußball gewinnt nicht immer die „beste“ Mannschaft. Daher müssen wir hart arbeiten.“ Dann sagte er schmunzelnd: „Und wenn wir nicht aufsteigen, ist der Trainer schuld.“
„Ich genieße den Druck“
Den störte diese Bemerkung gar nicht. Er wisse, dass er als Cheftrainer den Kopf hinhalte, meinte Chabbi: „Druck gibt“s immer. Das Leben wäre nicht schön ohne Druck. Ich genieße diesen Druck als Trainer. Ich habe die Verantwortung, darum ziehe ich auch meine Linie durch.“
Mit dem Kader ist Chabbi zufrieden: „Wir haben gute Spieler geholt, die ich kenne, die mein System kennen – für mich sind das keine neuen Spieler, denn ich habe die meisten schon trainiert.“
Sie erfüllen auch eine Grundvoraussetzung: „Der Fisch schwimmt, der Vogel fliegt, der Mensch läuft. Meine Spieler müssen laufen.“
Chabbi ist überzeugt, dass die Mannschaft schnell zusammenfinden wird: „Wir müssen am ersten Tag in der Meisterschaft zeigen, dass wir aufsteigen wollen und müssen und können.“
Ablösefrei
Der Trainer legt übrigens Wert auf die Feststellung, dass die SV Ried keine Spieler von Austria Lustenau weggekauft habe: „Sie alle hatten im Mai keinen neuen Vertrag. Hätte Lustenau ihnen vorher einen Vertrag gegeben, hätten wir keine Chance gehabt.“
Manager Schiemer dazu: „Wir müssen schauen, wo Verträge auslaufen. Wir können nicht unbegrenzt investieren.“
Saisonbeginn
Meisterschaftsstart in der „Sky Go Erste Liga“ ist am Freitag, 21. Juli. Die erste Runde im ÖFB-Cup wird am Wochenende davor, von 14. bis 16. Juli, gespielt.


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