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RIED. Auf ihrer Landesversammlung haben die Grünen OÖ einen Leitantrag beschlossen, mit dem eine klare Aufwertung des Lehrberufs und der Lehrlingsausbildung eingefordert wird.

Landesparteivorstandsmitglied Tobias Reder, Fraktionsobmann Lukas Oberwagner, Bundesrat David Stögmüller (v. l.)

„Die Lehre muss attraktiver werden“, forderte der Grünen-Bundesrat David Stögmüller bei der Vorstellung der Pläne in Ried. Dass viele Betriebe nicht genug Lehrlinge bekämen, liege auch am Image der Lehre. Um herauszufinden, wo die Probleme liegen, diskutierten die Grünen mit Jugendlichen, Vertretern des AMS und der Wirtschaft. Stögmüller: „Der wichtigste Faktor ist das Geld.“

In vielen Lehrberufen sei die Bezahlung im ersten Lehrjahr sehr niedrig. So komme man beispielsweise als ZahntechnikerIn auf nur 340 Euro brutto im Monat, im Friseurgewerbe auf 395 Euro, im Blumeneinzelhandel auf 408 Euro oder auch im Bäckergewerbe auf nur 458 Euro brutto.

Um hier einen Anreiz für die Jugendlichen zu schaffen, fordern die Grünen einen Mindestlohn von 500 Euro netto. Zusätzlich müsse der Selbstbehalt bei den Internatskosten abgeschafft und eine Wohnbeihilfe für Auszubildende eingeführt werden. Nicht zuletzt solle auch die Mitbestimmung am Arbeitsplatz verbessert und der jährliche Urlaub in der Übergangsphase ins Berufsleben auf sechs Wochen verlängert werden.

Es soll aber nicht nur bei den Lehrlingen angesetzt werden. Der Plan der Grünen enthält auch eine Förderung für Betriebe, die sich in der Lehrlingsausbildung besonders engagieren. Diese solle über eine Abgabe für Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, finanziert werden.

Neben der finanziellen Situation der Lehrlinge soll auch die Qualität der Ausbildung besser werden. Berufsschulen bräuchten die beste technische Ausstattung, Lehrpläne und Abschlussprüfungen seien auf den modernsten Stand zu bringen.


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