Mehr Frauen wurden arbeitslos
RIED. Im Februar waren im Bezirk Ried 1771 Personen arbeitslos gemeldet – 51 mehr als vor einem Jahr. Das entspricht einer Quote von 6,6 Prozent (0,1 Prozentpunkte mehr als 2016).

Hinter den wenig spektakulären Zahlen verbirgt sich aber eine Überraschung, sagt Gunter Schmidhuber, stellvertretender AMS-Geschäftsstellenleiter in Ried: „Wir hätten vermutet, dass dieser leichte Anstieg auf die Winterarbeitslosigkeit im Bau zurückzuführen ist. Tatsächlich sind aber im Baubereich Ende Februar weniger Personen arbeitslos gemeldet und die Zunahme betrifft ausschließlich Frauen.“
Beim AMS beschäftigte man sich daraufhin genauer mit den Zahlen und fand heraus, dass ein beträchtlicher Teil der Vorgemerkten gesundheitliche Probleme habe – „vor allem psychischer Natur“ – und dass bei einigen wegen des Alters mit einer Pensionszuerkennung in nächster Zeit zu rechnen ist. Beinahe gleich viele Personen können aufgrund von Betreuungspflichten nur eingeschränkt arbeiten.
Weitere Hindernisse bei der Jobsuche seien fehlende Qualifikation und, immer häufiger, mangelnde Deutschkenntnisse. Schmidhuber: „Besonders problematisch wird es, wenn mehrere dieser Gründe zusammentreffen.“
Erfreulich sei, dass es Ende Februar wesentlich mehr freie Stellen als 2016 gab: 842 gegenüber 733 im Vorjahr.


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