Junge Grüne fordern kostenlose Verhütung
RIED. Die Jungen Grünen Ried haben mit einer Aktion am internationalen Frauentag (8. März) kostenlose Verhütungsmittel gefordert. „Wir wollen selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können. Dazu gehört auch, selbst über unsere Sexualität und Verhütung zu bestimmen, ganz egal wie viel Geld man hat“, sagt Mira Standhartinger, Sprecherin der Jungen Grünen Ried.

Österreich liegt bei der Zahl der ungewollten Schwangerschaften europaweit im traurigen Spitzenfeld. Das liege zum einen an mangelnder Aufklärung und einem total veraltetem Sexualkundeunterricht. Zum anderen könnten sich gerade junge Menschen die passende Verhütung nicht leisten. „Verhütung und sicherer Sex dürfen keine Kostenfrage sein“, fordert Standhartinger.
Die Jungen Grünen setzen sich anlässlich des Weltfrauentags auch für die Pille auf Krankenschein und eine Totalreform des Sexualkundeunterrichts ein: „Sexualität wird immer noch tabuisiert, daher fehlt es an wirklichen Informationen über Sex und Verhütung. Dem kann eine grundlegende sexuelle Aufklärung schon in der Schule entgegenwirken“, so Standhartinger abschließend.
Eine Aussendung des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ) zu dieser in ganz Oberösterreich durchgeführten Aktion ließ nicht lange auf sich warten. Wenig überraschend teilt RFJ-Landesobmann Bundesrat Michael Raml die Forderungen der Jungen Grünen nicht.
„Es ist nicht primäre Aufgabe des Sozialstaates, etwa die Kosten für die Pille für die Frauen zu übernehmen“, meint er. Am Frauentag gehe es darum, „die wahren Probleme der Frauen in unserer Gesellschaft zu beleuchten und vernünftige Lösungen zu finden.“


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