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RIED. Sowohl AMS-Vorstand Johannes Kopf als auch Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer sprechen in diesem Monat von einer Trendwende am Arbeitsmarkt.

Tatsächlich ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen in Oberösterreich und in Österreich zurückgegangen; obwohl die Zahl der Schulungsteilnehmer angestiegen ist, bleibt unterm Strich ein sattes Minus verglichen mit dem Vorjahr.

Auch die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen hat deutlich zugenommen.

Ried nicht im Trend

Der Bezirk Ried konnte im März diesem Trend nicht folgen.

Ried ist neben Linz der einzige Bezirk in Oberösterreich mit einem Plus an arbeitslosen Personen und Schulungsteilnehmern und sogar der einzige Bezirk mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote.

Gunter Schmidhuber, stellvertretender Geschäftsstellenleiter des AMS Ried erläutert: „Verglichen mit dem Vorjahr hatten wir mehr Zugänge in die Arbeitslosigkeit, vor allem bei Hilfsberufen und bei Metall/Elektroberufen, und weniger Abgänge aus der Arbeitslosigkeit, hier vor allem bei Bauberufen, Büroberufen und Hilfsberufen.“

Bezirkszahlen

Die Arbeitslosenquote stieg im März gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Zum Vergleich: In Oberösterreich sank die Quote von 6,4 auf 6,0 Prozent, in ganz Österreich von 9,4 auf 8,9 Prozent.

Von dem Anstieg bei den Arbeitslosen sind vor allem Frauen betroffen. Während nur sechs Männer mehr arbeitslos sind als im März 2016 (782), sind es 69 Frauen mehr (585). Die Zahl der Schulungsteilnehmer hat nur um acht zugenommen (+14 bei den Männern, -6 bei den Frauen).

Diesen Zahlen steht ein Anstieg der gemeldeten freien Stellen um 134 auf 981 gegenüber. Auch bei den offenen Lehrstellen gab es einen Zuwachs von 60 auf 477.

Relativ kurze Dauer der Arbeitslosigkeit

Ried hat den drittniedrigsten Wert der oberösterreichischen Bezirke bei der durchschnittlichen Vormerkdauer, allerdings nimmt dieser Wert stetig zu. Derzeit ist man im Bezirk im Durchschnitt vier Monate vorgemerkt, im Bundesland sechs Monate und in Österreich sieben Monate.

Nachfrage stabil

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich im Bezirk Ried in etwa auf dem Niveau des Vorjahres – im März wurden 466 neue Stellen gemeldet.

Schmidhuber: „Hoffen wir also, dass der März ein „Ausrutscher“ war und wir in weiterer Folge wieder unter die Vorjahreswerte bei der Arbeitslosigkeit kommen werden. Das Konjunkturklima ist insgesamt positiv und gibt Anlass zu berechtigter Hoffnung.“


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