Arbeitslosigkeit steigt und dauert länger
RIED. Im Bezirk Ried lag die Arbeitslosenquote im April mit 4,4 Prozent zwar immer noch um einen Prozentpunkt unter dem Wert des Landes (5,4 Prozent) und nur etwa halb so hoch wie in ganz Österreich (8,6 Prozent), sie ist aber dennoch spürbar gestiegen.

Im Vormonat waren 1191 Personen arbeitslos gemeldet, das sind um 108 Personen mehr als vor einem Jahr, als die Quote noch bei 4,1 Prozent lag. Rechnet man den Rückgang bei den Schulungsteilnehmern mit ein, bleibt im Saldo ein Plus von 65 Personen.
Drei Monate arbeitslos
Ähnlich – nämlich besser als in Land und Bund, aber schlechter als im Bezirk vor einem Jahr – ist auch die Entwicklung der durchschnittlichen Dauer der Arbeitslosigkeit, die aktuell bei 131 Tagen, also etwa vier Monaten, liegt. Damit ist Ried in OÖ an der zweiten Stelle. Im vorigen Jahr fanden Arbeitslose im Bezirk aber schon nach durchschnittlich drei Monaten eine neue Stelle.
Mehr Arbeitslose
Die höhere Zahl der Arbeitslosen ist laut Gunter Schmidhuber, stellvertretender AMS-Geschäftsstellenleiter in Ried, vor allem auf Asylberechtigte und Personen über 50 zurückzuführen: „Die Integration der Asylberechtigten in den Arbeitsmarkt ist eine zeitliche Frage, vor realistischen Vermittlungsmöglichkeiten sind vor allem die Sprachbarrieren zu beseitigen. Die Zunahme der älteren Arbeitslosen ist auch auf die geänderten Zugangsmöglichkeiten zum Pensionssystem zurückzuführen.“


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