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RIED. Die „enormen Leistungen der Arbeitnehmer“ in allen Branchen will die Arbeiterkammer OÖ würdigen und hat deshalb eine Leistungsbilanz erstellt. Sie soll „untermauern, dass jene, die eine Leistung erbringen, auch Anspruch auf entsprechende Entlohnung haben“.

AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer
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Arbeiterkammer-OÖ-Präsident Johann Kalliauer sieht diese Aktion auch als Reaktion auf manche Aussagen von Unternehmerseite, die den Standort Oberösterreich schlechter darstellen, als er ist. „Manchmal kommen solche Aussagen gerade von Betrieben, die kurz darauf eine Rekordbilanz präsentieren“, meint er.

Die AK will darauf hinweisen, dass „die Wirtschaft“ nicht nur aus Unternehmern, sondern auch aus Arbeitnehmern bestehe, ohne die es „keine Wertschöpfung gäbe“.

Hohe Teilzeitquote

Die Auswertung der Daten zeigt, dass der Bezirk Ried eine hohe Teilzeitquote hat. Von den 40.366 Einwohnern im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) waren 2016 im Jahresdurchschnitt 25.545 (rund 63 Prozent) unselbstständig beschäftigt. Von diesen wiederum hatten knapp 30 Prozent einen Teilzeitjob – knapp zehn Prozent der Männer, aber 54,2 Prozent der Frauen.

55 Prozent im Dienstleistungssektor

Mehr als die Hälfte der Riederinnen und Rieder arbeitet im Dienstleistungssektor (54,8 Prozent), 29,9 Prozent in der Produktion, 8,9 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist enorm: Von den Männern arbeitet jeder zweite (51,3 Prozent) in der Produktion, von den Frauen fast drei Viertel (72,1 Prozent) im Dienstleistungssektor.

Wertschöpfung knapp 60.000 Euro

Die Beschäftigungsentwicklung seit 2008 ist mit plus 8,6 Prozent besser als im Landesdurchschnitt (6,3 Prozent). Zur Ermittlung der Produktivität hat die Arbeiterkammer 25 Betriebe ausgewählt, die eine Bilanz legen müssen. Nach diesen Zahlen beträgt die Wertschöpfung pro Arbeitnehmer knapp 60.000 Euro pro Jahr. Abzüglich der Personalkosten blieben den Unternehmen immer noch rund 12.000 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr.

Mindestlohn

Die „nicht übertriebene“ Forderung nach einem Mindestlohn von 1500 Euro (netto knapp 1100 Euro) dürfte laut Kalliauer „gesellschafts- und wirtschaftspolitisch kein Thema sein“ und käme letztlich auch den Unternehmen zu Gute.


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