NEOS Ried: „Wir sind angekommen“
RIED. Zum dritten Mal lud NEOS Ried zur „Sommerplauderei“, bei der das dreiköpfige Team über die kommunalen Themen der letzten Monate und Pläne für die Zukunft sprach.

Enttäuscht zeigte sich Gemeinderat Günter Kitzmüller über die ausgebliebene Reaktion von Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ), den der Gemeinderat am 5. Juli – allerdings ohne rechtliche oder politische Druckmittel – in einer Petition aufgefordert hatte, zu seiner „AfD-Rede“ Stellung zu beziehen: „Als gestandener Innviertler sollte er entweder dazu stehen oder – noch besser – sich davon distanzieren.“ Über die weitere Vorgangsweise möchte Kitzmüller mit der SPÖ und den Grünen sprechen.
Abgang beim Hallenbad
Sorgen bereitet Kitzmüller der „derzeit sehr hohe“ Abgang beim neuen Freizeitbad. „Wir wollen den Herbst abwarten, ob der Zuspruch besser wird, aber man wird sich etwas überlegen müssen.“ Die NEOS kritisieren vor allem die hohen Eintrittspreise. Elisabeth Kitzmüller: „Ein Hallenbad ist eine soziale Einrichtung der Kommune – gerade für Leute, die sich keinen Urlaub leisten können. Beim Freibad hat man gesehen, dass eine Preissenkung wirkt und die Besucherzahlen erhöht.“
Urban Gardening
Lob gibt es von Elisabeth Kitzmüller dafür, dass jetzt das „Urban Gardening“ bei der alten Tegelmühle umgesetzt werden soll – nebenbei, wie sie schmunzelnd auf einem alten Flyer zeigte, ein NEOS-Wunsch von 2015.
Ausschussarbeit
Das kleine NEOS-Team besetzt zu dritt alle Gemeinderatsausschüsse. Günter Kitzmüller: „Das ist anstrengend aber gut, weil wir vom Rathaus nicht gerade mit Informationen übersät werden.“
Mittlerweile sei die Akzeptanz aber spürbar größer als in den ersten Monaten der Legislaturperiode: „Wir sind im Gemeinderat angekommen – nicht nur für uns, sondern auch im Gedankengut der anderen Parteien“.
Oft nur die zweitbeste Lösung
Elisabeth Kitzmüller kritisiert allerdings: „In den Ausschüssen wird parteiübergreifend sehr gut gearbeitet und wirklich über die Sache geredet. Aber im Gemeinderat wird dann wieder fraktionell abgestimmt und oft für Probleme nur die zweitbeste Lösung beschlossen.“


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