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RIED. Eine Halbzeitbilanz nach drei Jahren schwarz-blau in Oberösterreich präsentierten ÖVP-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter Alfred Frauscher und Bezirksparteiobmann-Stellvertreter und Nationalratsabgeordneter Manfred Hofinger.

Alfred Frauscher (l.) und Manfred Hofinger: „Der Bezirk kann sich sehen lassen.“
Alfred Frauscher (l.) und Manfred Hofinger: „Der Bezirk kann sich sehen lassen.“

„Der Bezirk Ried kann sich sehen lassen“, meinte Alfred Frauscher. „Er ist österreichweit einer der innovativsten und dynamischsten mit einer starken Industrie und ausgezeichneten Kennzahlen.“ Die Arbeitslosigkeit (“für uns die wichtigste Zahl, weil Arbeitslosigkeit oft Perspektivelosigkeit bedeutet“) liege bei 3,3 Prozent – das grenze an Vollbeschäftigung.

Fachkräftemangel

Die Kehrseite der Medaille sei jedoch der Fachkräftemangel: „Der wird uns stark treffen.“ Derzeit fehlten im Innviertel 1.000 Fachkräfte, 2025 werden es 8.000 und 2030 sogar 18.000 sein.

Frauscher: „Um dieser Herausforderung zu begegnen, muss die Frauenbeschäftigung gesteigert werden, wir brauchen Migration und Zuzug und wir müssen die Jugendlichen ohne Schulabschluß aufqualifizieren.“

„Manche Maßnahmen sind kurzsichtig“

Momentan könne man die Firmen noch bedienen. „Der Koalitionspartner muss einsehen, dass das Potenzial bei den Ausländern groß ist. Manche Maßnahmen sind kurzsichtig, die Wirtschaft muss da mehr Druck auf die Politik ausüben. Es ist aber auch die türkische Community gefragt.“

Der Wirtschaftspark Innviertel verzeichne bereits erste Betriebsansiedelungen.

Nachholbedarf gebe es noch in einigen Gegenden bei der Versorgung mit Breitband-Internet. Manfred Hofinger: „Wir müssen in die Fläche kommen, nicht nur in die Ortszentren.“

Bürgermeister-Wechsel

Die ÖVP stellt 26 Bürgermeister im Bezirk. „Da wird es zur nächsten Wahl ein paar Wechsel geben“, kündigte Bezirksparteiobmann Frauscher an.

Die ÖVP habe auch Hoffnungen, einige Gemeinden zu gewinnen, in denen die Bürgermeister anderer Parteien wechseln – beispielsweise Aurolzmünster.

Er selbst, sagte der 64-jährige Frauscher, werde nicht mehr für den Landtag kandidieren. Die Nachfolge werde rechtzeitig geregelt: „Es gibt Kandidaten, die es können und Kandidaten, die es möchten“, meinte er schmunzelnd. „Es wird einmal auffallen, wer mich öfter bei Terminen begleitet.“


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